Ihr Leitle freit Eich…


Seit einigen Wochen häufen sich gewisse Anfragen bei bzw. an uns… Verunsicherte Leute berichten ganz aufgeregt von E-Mails, die ihnen Provider wie 1&1 oder Telekom/T-Online zugesandt haben…

Darin ging es um die Umstellung auf SSL/TLS. Ich weiß nicht, wie oft ich erklären mußte, daß Benutzer von Webmailern gar nichts machen müssen… Wenn man allerdings einen Mail-Client (“Was ist das denn?” “Ein Mail-Programm…” “Häh?” “So was wie Outlook Express…” “Achso… – nö, das nutze ich nicht, das ging ja nie…”) nutzt, muß man die Ports ändern…

Bislang nutze man wohl meist Port 25 für SMTP, 110 für POP3 und 143 für IMAP. Dadurch erfolgte die Kommunikation im Klartext – jede Mail war sozusagen fremd- bzw. mitlese-gefährdet… Ergo: Unsicher! Doch das ist nun vorbei. Irgendwann wird das E-Mailen über diese Ports nicht mehr klappen.

Vorteil: Man bekommt keinen Spam mehr – ist das nicht ein Grund zur Freude?
Nachteil: Man bekommt gar keine Mails mehr… ;-)

Nun also die Umstellung auf SSL/TLS – damit erfolgt die Kommunikation verschlüsselt! Ein potentieller Mitleser würde nur noch Zeichensalat sehen…

Je nach Anbieter gibt es einige kleine Unterschiede:

Freenet:
SMTP: 587, TLS
IMAP: 143, TLS
POP3: 995, SSL

T-Online:
SMTP: 465, SSL
IMAP: 993, SSL
POP3: 995, SSL

1&1:
SMTP: 587, Automatisch oder 465, SSL
IMAP: 993, SSL
POP3: 995, SSL

Goneo:
SMTPS: 465, SSL
IMAPS: 993, SSL
POP3S: 995, SSL

usw.

Ob das auch der NSA der Zugriff erschwert?
Ganz bestimmt!
Also los, alle freuen! ;-)