Facebook-Sensation 2014


Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Und dabei dachten wir eben noch, es wäre gerade mal Pfingsten… Denn man macht uns, den bei Facebook agierenden SocialMedia-Betreuern, förmlich ein Geschenk: Man erfüllt uns nämlich einen lang gehegten Wunsch – und das ist DIE SENSATION 2014 !!! Das #Risiko einer #Abmahnung wird nämlich ETWAS kleiner…

Wir hatten ja schon mehrfach unseren Unmut über die in unseren Augen vollkommen bescheurte Rechtsprechung zum Thema #Impressum auf #Unternehmensseiten bei #Facebook geäußert – aber auf uns hört ja niemand! Die Protestrufe verhallten ungehört…

Facebook hat aber nun endlich ein Einsehen gehabt und auf die dummen Entscheidungen der Richter vom LG Aschaffenburg (Az: 2 HK O 54/11; Urteil vom 19.08.2011, Grundlage für zahlreiche #Abmahnungen) reagiert. Das Netzwerk bietet mit dem aktuellen #Update (das spätestens am 22.06. eine automatische Design-Anpassung aller Unternehmensseiten vorsieht) endlich auch “Nicht-Nerds” die Möglichkeit, ein Impressum anzulegen, das sowohl in der Desktop- als auch in der Mobilansicht gesetzeskonform findbar, sichtbar und erreichbar ist. Da sage noch einer, es gäbe keine Wunder…

 

Und so sieht es aus:

 

Anlegen des Impressums im Administrationsbereich

 

Einblendung des Links (Desktop-Ansicht)

 

Aufruf des Impressums (Desktop-Ansicht;
über “Info” oder den neuen Link “Impressum” erreichbar)

 

Einblendung des Links (Mobil-Ansicht)

 

Aufruf des Impressums (Mobil-Ansicht)

 

Bleibt nur zu hoffen, daß diese Änderung Bestand hat. Und vor allem: Daß die Richter, die bisher entweder nicht so viel Glück beim Denken oder zumindest massive Probleme mit ihren Geleemurmeln hatten, nun auch endlich in der Lage sind, bei Facebook Adreß- bzw. Kontaktdaten zu Unternehmen, die dort präsent sind, zu finden…

 

Disput um DISPUTE – Update!


Eine gefühlte Stunde nach dem letzten Post war die Hotelpage auch wieder unter Schloss-Schlemmin.de erreichbar…- so, wie es sich seit mind. 2002 gehört!

Der logische Menschenverstand sagt mir zwar, daß jetzt eigentlich alles in Ordnung sein müßte – aber wir werden trotzdem mal bei der Rechtsabteilung des DENIC nachfragen, ob man dort pro forma noch eine Rücknahme des DISPUTE-Eintrags benötigt…

Disput um DISPUTE?


Als Kenner der deutschen Bürokraten-Szene stellt sich mir die Frage, was eigentlich passiert, wenn folgendes Szenario eintritt:

- Partei A registriert eine Domain auf Partei A
- Partei B sieht sich dadurch in ihren Rechten verletzt – und beantragt einen DISPUTE-Eintrag beim DENIC
- die Domain wird folglich für vorerst ein Jahr (vorbehaltlich einer rechtzeitigen Beantragung  einer Verlängerung durch den Antragsteller) für eine Übertragung  (auf Dritte)  gesperrt
- Partei A und Partei B einigen sich
- der Auth-Code wird übermittelt bzw. der KK-Antrag wird initiiert

So – und nun die Fallstricke: Wenn der Grund für den DISPUTE-Eintrag wegfällt, muß man das DENIC informieren. Danach kann die Domain wieder übertragen werden…

- Ein Grund kann sein, daß Partei B feststellt, daß der Anspruch unbegründet ist.
- Ein Grund kann aber ebenso eine  Einigung oder eine Entscheidung zugunsten von Partei B sein…

Wer bis 3 zählen kann, denkt, daß Partei B nicht zu den “Dritten” zählt. Wer deutsche Bürokraten kennt, hofft dies nur noch…

Leider schweigt sich das DENIC in den FAQs darüber aus, was passiert, wenn der DISPUTE-Eintrags-Antragsteller  die Domain auf SICH  übertragen möchte und auch endlich kann bzw. darf. Und: Wie verfährt man richtig? DISPUTE-Eintrag kündigen und dann den Auth-Code eingeben? Oder andersherum? Wird abgeglichen (Antragsteller / neuer Domaininhaber) oder nicht? Ist, wenn ja, trotzdem noch eine Kündigung der beantragten Übertragungs-Sperre (nichts anderes ist der DISPUTE-Eintrag) notwendig?

Wir werden es sehen. Update folgt!

Bäh! Zucker ist Scheiße!


PROLOG:

Hallöle, liebe Leser-Gemeinde!

Die eigentliche Überschrift des heutigen und für mich vollkommen typischen Mecker-, Hetz- und Nörgel-Artikels lautet genaugenommen:

“Eine weitere unendliche Geschichte”
oder
“Obelix würde sagen: »Die spinnen, die Richter…«”
oder
“Jura für Dummies, Folge 6.321.978″
oder
“Zucker ist Scheiße”

Leider paßte sie (die Überschrift) so in dieser Form beim besten Willen nicht in den dafür vorgesehenen Bereich, ohne das Seitenlayout komplett zu verhunzen… Außerdem möge man mir bitte verzeihen, daß ich an Trivialsprache erkrankt bin – ich habe mich scheinbar mittags im Kinder- bzw. Bildungsfernsehen damit angesteckt… Also SORRY!

Doch zum Thema: Heute geht es an dieser Stelle mal wieder um Richter, #Facebook und Impressen – wer hätte das gedacht… Der #Terror durch dumme deutsche Richter geht ja immer weiter: Da der durchschnittliche Facebook-Nutzer ihrer Meinung nach ja mindestens genauso dumm ist wie sie selbst, wird er niemals ein #Impressum finden, wenn nicht auch  ”Impressum” (oder gnädigerweise ”Kontakt”…) davor steht – soweit die Meinung der Robenauslüfter seit nunmehr 3 Jahren…

Facebooks Rubrik “Info” reicht schließlich nicht. Kein normaler Mensch vermutet dahinter so etwas wie “Informationen”… (Bei deutschen Richtern mag das ja durchaus so sein…”Euer Ehren” ist tot. Die zukünftige korrekte Anrede ist dann wohl “Eure DAUigkeit”…)

Ein Impressum in der über “Info” aufrufbaren Beschreibung brachte damals also reinweg gar nichts…

Alsbald nach dem berüchtigten Urteil des Landgerichts Aschaffenburg 2011 kamen die ersten #Impressum-Apps. Wer keine freigabehungrigen, möglicherweise mit Werbung überladenen und teilweise ewig ladenden Drittanbieterapplikationen aus Timbuktu einbinden wollte, mußte aber wohl oder übel über Facebooks Entwickler-Bereich selbst ein Impressum erstellen. Die Hürden dabei (zumindest für viele Mitmenschen): Man benötigt einen Server/Webspace bzw. eine Domain mit SSL-Zertifikat und grundlegendes Web-KnowHow (HTML, FTP…)… Zu allem Überfluß mußte man auch die versteckte Anleitung im Netz finden. Doch dann stand der eigenen Impressums-App nichts mehr im Wege – oder zumindest nicht viel… (Ob ein einziger deutscher Richter dazu in der Lage wäre? Ehrlich gesagt habe ich da so meine Zweifel…)

(Wir gehen mal davon aus, daß jeder weiß, was in ein gesetzeskonformes Impressum gehört – von daher nehmen wir mal an,. daß die Impressums-App entsprechend richtig erstellt wurde…)

Die Freude währte jedoch nur kurz. Spitzfindige User fanden heraus, daß die ganzen Reiter inkl. der tollen, eben erstellten Impressums-App gar nicht auf Mobilgeräten angezeigt wurden! Was für eine Crux… Ergo: Mobilansicht ohne Impressum – das Damoklesschwert namens #Abmahnung schwebte über einem und drohte, auf einen herabzusausen…

Doch da – ein Lichtschein am Horizont! Dieses ominöse Feld ”Info” war ja irgendwie noch da! Da dachten sich wiederum andere spitzfindige User, daß sich da doch was machen lassen müßte…

Und so war es dann auch. Eine kleine und feine, jedoch überaus geschickte Ergänzung wurde fortan auf Mobil- als auch auf Desktopgeräten gezeigt; auf letzteren, “normalen” PCs und Laptops wurde damit die gerade vor kurzem so stolz kreierte und eingebunde Impressums-”App” eigentlich vollkommen überflüssig.

Doch der Gott der Spione, Datensammler und Agenten haderte mit den gemeinen Erdlingen. Der Kopf der größten Datenkrake neben Google, Mr. Sugarmountain, ersann Teuflisches mit seinen diabolischen Spießgesellen: Eine Designänderung bei der Anzeige auf Tablet, Smartphone & Co! Der “Info”-Bereich mitsamt seinen cleveren Ergänzungen wurde schlichtweg wegrationalisiert!

Private Seiten bzw. User-Profile waren zwar auch weiterhin mit allen denkbaren Vorzügen ausgestattet - Reiter, “Info”-Rubrik… – alles da! Nur die Unternehmen, die anstelle von “Profilen” bzw. “Chroniken” eben nur “Seiten” betreiben, waren in den Popo gekniffen. Nett! Gerade von denen will der halbe Euro (also Mark) mit dem süßen Nachnamen ja immer Geld für die Bewerbung von Beiträgen, für höhere Reichweiten – also für ordinäre WERBUNG…

Deutsche Begehrlichkeiten, die auf nationalem Recht basieren? Egal! Deutschen Unternehmen das Leben erleichtern? Nö. Deutsches Geld abzwacken, wo es geht? Aber immer! Scheiß doch auf die doofen Deutschen, wenn sich dieses blöde Denunziantenvolk selbst mit Abmahnungen das Leben schwer macht…

Derzeit ist es jedenfalls so, daß man als Betreiber einer Unternehmensseite auf NORMALEM WEGE eigentlich gar kein Impressum einbinden kann, welches auf Mobilgeräten angezeigt wird, selbst wenn man wollte! Es geht nur mit Trickserei – und auch nur so lange, wie Facebook nichts ändert…

So ziemlich die einzige, somit fast die allerletzte und auf jeden Fall extrem unschöne Möglichkeit wäre ein Verweis in einem Bild auf ein etwaiges Impressum unter dem Punkt “Weitere Informationen”. Back to the roots! Info-Bereich? Da waren wir doch schon mal!

Von FB-via-Desktop-Guckern wird man dann zwar definitiv für absolut grenzdebil gehalten werden - aber das ist eben der Preis, den gesetzestreue Seitenbetreiber bei Facebook in Good Old Germany zahlen müssen… Die Frage ist nur, WO man z.B. im Titelbild den Hinweis unterbringt. Erstens ist je nach Firmenname das Display mit selbem mehr oder minder zugekleistert; zweitens ist der angezeigte Bildausschnitt des Titelbildes anders als auf Desktopgeräten und Laptops. Dort hängt der Verweis dann irgendwie in der Mitte… Zumal Facebook oder auch der ein oder andere Androide  manchmal ein Eigenleben entwickeln. (Das ist die nette Umschreibung dafür, daß ich nicht weiß, an welchem Knopf, Hebel oder Button ich ausversehen angekommen bin, um etwas zu verstellen… Liegt es am Zoom? Denn auf einmal sieht mein Screen(shot) ganz anders aus…)

Jedenfalls kam mir dann eine Idee: Ein Verweis im Profilbild bzw. Logo !!! Häßlich, kaum zu erkennen, total bescheuert – aber dadurch wenigstens extrem gut zu unserer Rechtsprechung passend…

Im Moment ist es jedenfalls so, daß man – ganz gesetzeskonform – mit Klick #1 das Bild aufrufen und mittels Klick #2 auf einen Link in der Bildbeschreibung zum Impressum gelangen kann. (Zweimal zu klicken ist ja gerade so erlaubt…)

Wie gesagt: Im Moment. Noch! Aber wer weiß, was sich die Progger vom Fratzenbuch demnächst wieder alles einfallen lassen, um uns zu ärgern. So langsam habe ich jedenfalls darauf keine Lust mehr… Doch was will man machen? Facebook den Rücken kehren und auf diese heutzutage extrem wichtigen #SocialSignals verzichten?

Ansonsten bleibt wirklich nur ein Ignorieren der #Impressumspflicht - und (wenn jemand frecherweise abmahnt) der abendliche Besuch mit dem Baseballschläger beim Abmahner, um den Kontostand nach durchstandener Farce wenigstens wieder auszugleichen…

Der Haken bei der Variante mit dem Logo: Auf einem Samsung GT-S5670 beispielsweise ist die Grafik, die ansonsten von recht guter Qualität ist, so klein und verschwommen, daß sie eigentlich und auch uneigentlich gar nichts nutzt. Selbst wenn ich in Mikro-Zwergen-Schrift “ZOOMEN !!!” ranschreiben würde, würde das nichts bringen. Das wäre ja wie:

“Das ist so dunkel hier – ich finde den Lichtschalter nicht!”
“Dann knips Dir doch einfach mal das Licht an!”

Ebenso wenig, wie ich eine Aufforderung zum genauen Hinsehen hinterlassen kann, kann ich einen lesbaren Hinweis auf ein Impressum anbringen… Da nutzt es auch nichts, daß das eigentlich ansonsten alles gut mit 2 erlaubten Klicks funktionieren würde… Man muß die Hyroglyphen kennen – also wissen, daß die Mikro-Krakel auf dem Bild einen Impressums-Hinweis darstellen sollen… Doch das paßt ja nun mal so gar nicht zur gesetzlichen Auflage, für Blinde, Tote, Analphabeten und Richter einen schnell zu findenden, weithin sicht- und lesbaren, “Impressum” oder “Kontakt” genannten Verweis einzubinden, von dem man mit maximal 2 Klicks zu einem Impressum gelangt…

Unterm Strich bleibt eigentlich nur eine Variante übrig: Man legt einen Beitrag mit einem sichtbaren Link auf das Impressum an – und fixiert ihn. Damit ist er oben angetackert… (Unbedingt alle paar Tage kontrollieren, ob er noch fixiert ist !!!)

Daß diese Funktion von Gesichtsbuch abgeschafft wird, halte ich für unwahrscheinlicher als weitere Designänderungen… Ob es allerdings ausreicht, wissen nur die Götter – und deutsche Richter, die sich scheinbar für solche halten.

Denn immerhin muß man erst einmal scrollen… Wobei es allerdings Millionen Websites gibt, die den Impressums-Link nur im Footer haben… – ich wäre diesbezüglich also relativ entspannt…

Fazit: Der scheinbar so verlockend süße Berg Zucker ist in Wirklichkeit nicht viel mehr als ein riesengroßer, dampfender Haufen Scheiße! Anders kann man es kaum formulieren… Denn entweder ignoriert Facebook wirklich deutsche Bitten, Anträge, Mitteilungen oder sogar Vorgaben – oder es ist so, daß die deutsche Justiz sich überhaupt nicht darum kümmert, was im “deutschen” Internetz passiert. Doch dann würde der besagte Haufen nur um so größer werden, weil die Typen in den scharzen Roben auch mit daraufgehören!

Für mich ist klar: Wenn ich kein Impressum anlegen KANN, brauche ich auch keins anzulegen! Ich kann auch kein Impressum im Display einer Tanksäule einblenden, nur weil ich mit dem Firmenwagen dort tanke und der Gesetzgeber es gerne so hätte !!! Ich kann auch nicht fliegen, auch wenn es hundertmal gesetzlich vorgeschrieben wäre!

DAS DRAMA:

Doch das deutsche Recht steht – wie so oft - im krassen Widerspruch zum normalen Menschenverstand! Das zeigt aber nur einmal wieder mehr, daß unsere neunmalklugen Richter strunzdumm sind! Letztlich bräuchte man nur Facebook die Auflage zu erteilen, für den deutschen Markt die Möglichkeit eines Impressums bereitszustellen, wenn sich Facebook dort – auf dem deutschen Markt – tummeln will! Ansonsten kommt eben das damals beschlossene  (und wieder verworfene) Stop-Schild! Bei dieser Vielzahl von FB-IPs (Serverfarm!)  macht die Sperrung durch ansonsten relativ nutzlose DNS-Manipulation nämlich fast schon wieder Sinn…  Zensur ist zwar prinzipiell Müll – eine Sperre als Druckmittel wäre hier aber sinnvoll – oder zumindest BUßGELDER, die FB löhnen muß, wenn man für Deutsche keine Möglichkeit, ein Impressum anzulegen, anbietet. Auch ein Verbot, FB gewerblich zu nutzen, würde helfen. Dann hat Mr. Shitstack… äh… Sugarmountain nämlich keine Werbeeinnahmen mehr! Und ratz-batz  gäbe es alsbald ein weithin sichtbares, schillerndes und leuchtendes Knöpfchen, auf dem “Impressum bearbeiten” o.ä. prangen würde. Geld ist heutzutage leider alles. Nur wird es “noch leiderer” meist den falschen Leuten aus der Tasche gezogen…

Aber wenn in der Regierung Sitzenbleiber, Plagiierer und noch größere Ganoven auf ihre Pensionierung warten und sich den Hintern plattsitzen, braucht man von unseren Richtern scheinbar auch nicht mehr zu erwarten…  Mich dürft Ihr jedenfalls alle mal am Popo knutschen! Ich werde sämtliche Titel- oder und Profilbilder ab jetzt mit entsprechenden Impressums-Hinweisen verunstalten – oder eben “Artikel” mit einem Link aufs Impressum “dauer-fixieren”. Andere User werden mich zwar für vollkommen bekloppt halten – aber so ist das eben, wenn man in einer Bananenrepublik lebt, in der Affen das Sagen haben!

Meine Erkenntnisse decken sich weitestgehend mit diesen Schilderungen: http://allfacebook.de/policy/update-nach-designaenderungen-anleitung-zum-sicheren-facebook-impressum

EPILOG:

Eine kleine Ergänzung zum Thema sei mir noch gestattet: Angenommen, wir haben wider Erwarten und allen Widrigkeiten zum Trotze ein Fleckchen gefunden, an dem wir einen mehr oder minder sichtbaren Hinweis aufs Impressum unterbringen können… Nun könnten wir ja auf die Idee kommen, unser eigentlich vollkommen umsonst programmiertes Impressum, also unsere Impressums-”App”, welche in der Desktopversion hinter einem mittlerweile komplett überflüssigen Reiter schlummert und dort ihr bedauernswertes Dasein fristet, zu benutzen…

Tja, nichts leichter als das… Unser Vermerk, den wir im fixierten Post oder in einem der Bilder unterbringen müssen, lautet dann ganz einfach:

IMPRESSUM: https://www.facebook.com/#!/eitico.de/app_312942075443614

Doch das sieht irgendwie extrem unschön aus. Ein URL-Verkürzungsdienst a la bit.ly oder tinyurl.com muß her… Das birgt aber auch gewisse Risiken… Was ist, wenn wir auf den Malediven weilen, der Dienst den Betrieb einstellt und 2.631 Abmahnungen auf uns warten, wenn wir wieder nach Deutschland einreisen? Folglich verzichten wir lieber auf Drittanbieter… Wer allerdings auch einen Twitter-Account hat, um z.B. von der höheren Reichweite zu profitieren, indem FB-Posts automatisch auch bei Twitter erscheinen, kann natürlich auch seinen dort hinterlegten und von Twitter “autokodierten” Link benutzen; einen solchen Verweis sollte man eh immer im Blick haben…… Für uns hieße das dann:

IMPRESSUM: http://t.co/FJ67uh8Qz6

Hübsch ist aber irgendwie trotzdem noch anders. Und eine solche Lösung macht eigentlich auch nur Sinn, wenn der betreffende URL http://www.pension-und-restaurant-und-bundeskegelbahn-zum-wilden-eber-kaiserslautern-ausbau.de/anbieterkennzeichnung-nach-telemediengesetz.html oder ähnlich lauten würde. Also machen wir es ganz schlicht und einfach:

IMPRESSUM: http://eitico.de/impressum

Das schreiben wir als Vermerk in den fixierten Post oder in eins der Bilder. Und auf dem Server schnappen wir uns die .htaccess und kreieren eine entspechende RewriteRule:

RewriteRule ^impressum/?$ {OHNE UMBRUCH}https://www.facebook.com/eitico.de/app_312942075443614 [NC,R]

Gesagt, getan, getestet und … verworfen !!! Wir sind nämlich beim Testen dieser grandiosen Idee auf die Erklärung gestoßen, warum  Facebook auf der mobilen Seite auf Reiter verzichtet: Sie funktionieren dort einfach nicht!

Nicht einmal die Anzeige eines Reiter-Inhalts bzw. einer App auf Desktop-Geräten klappt, wenn die mobile Seite https://m.facebook.com/eitico.de/app_312942075443614 aufgerufen wird:

Bleibt also nur, sich den Innereien der Impressums-”App”, dem Inline-Frame, zuzuwenden. Hinterlegt man in der .htaccess eine Redirection zu http://trisepo.com/facebook_i/eitico.html, funktioniert alles wie geplant. Ob das allerdings Sinn macht oder nicht, hängt vom Design des Inhalts und der Einbindung in das Design der Homepage ab. Zumindest hätte man so aber nur ein Impressum zu warten.

Jedenfalls kann man sehr viel mit einem wie auch immer gearteten Impressum bei Facebook rumspielen, wenn man zu viel Zeit hat…

Der absolute Hammer ist aber, daß der (nach ganz antiker Machart in den Info-Bereich eingepflegte) Verweis noch immer da ist und auch in der Mobilansicht auf Desktop-Geräten sofort ins Auge springt !!!   Man muß dazu nur einmal den URL https://m.facebook.com/eitico.de auf einem Computer oder Laptop aufrufen!!! Letzlich bluten wir von Facebook und Justiz gebeutelten Deppen also eigentlich nur dafür, daß Androiden und Äpfel-Phones die von Facebook gesprochene Sprache nicht verstehen… Ist das eigentlich dann wirklich noch UNSER Problem, wenn ein Gerät einen vorhandenen Hinweis nicht anzeigt - oder der User beim Surfen die Augen schließt ??? Denn was kommt als Nächstes? Bei Web-Surfern eine Augenlid-Innenseiten-Tätowierung mit unseren Impressen auf unsere Kosten?

Schildbürgerstreiche sind wahrlich ein Witz gegen diese unendliche Geschichte…

Das Wort zum Montag: The dark side of Web 3.0


Heute möchte ich lediglich mal einen EXTREM lesenswerten Beitrag empfehlen… Clean IT – wem das sauber vorkommt, der kann selbst nicht sauber sein…

Also, liebe Leute – wenn Ihr noch 486er bis P200MMX nebst 9- oder 24-Nadel-Drucker habt: Aufheben – und Farbband mit Stempelfarbe o.ä. tränken! Ansonsten könnt Ihr nämlich irgendwann nicht mal mehr einen Einkaufszettel drucken, ohne daß der Schnüffelstaat es mitbekommt… Einkaufen geht zwar trotzdem nicht – wegen der bargeldlosen Abbuchung vom Konto mit der “Human-ID” – aber es geht ums Prinzip!

Zugegeben – das Beispiel mit dem Einkaufszettel ist blöd. Aber wer plant, in der “kommenden” Diktatur (wir haben sie ja jetzt schon – aber irgendwann merkt es eben auch der letzte Depp..) revolutionäre Schriften zu drucken, sollte das alte Equipment aufheben. Es könnte nämlich sein, daß der um seine Bürger besorgte “Staat” aus Gründen der Terror-Prävention nur nach Online-Abgleich diverser Zertifikate Druckvorgänge zuläßt… Und dann wäre man als Widerstandskämpfer der nahen Zukunft  so ziemlich in den Pöks gekniffen.

Handkurbel-Rechner, Nadeldrucker und selbst gefärbte Farbbänder mal beiseite – denkt aber auch daran, PAPIER für den E-Fall zu horten !!! Denn das gibt es auch nur noch gegen Abbuchung vom Human-ID-Konto – und sei es, daß ein RFID-Chip auf dem neckischen Personalausweis-Kärtchen beim Marsch durch den Supermarkt finanziell belastet wird. 

Die Human-Ressource mit der ID 2579163 hat im letzten Jahr 800 Pakete DIN A4 in 81 Supermärkten gekauft? Und der Druck von nur 173 Seiten wurde beim Zertifikatsanbieter registriert? Dann schickt dem Kollegen Meier mal das SEK der NWO in die Lange Straße 14 nach Döbeln… Der Typ kann nur Terrorist sein!  

Alternative Beschaffungsmöglichkeit: Möhren oder selbstgezogene Kartöffelchen  gegen Papier auf dem Schwarzmarkt eintauschen – also auch die Gärten unbedingt bis zur nächsten ECHTEN Krise (die jetzige ist ein Theaterstück par excellence und von oben gewollt) behalten! Ein paar tausend Liter Sprit im Keller für das Aggregat können auch nicht schaden – also schon mal hamstern. Wird demnächst eh teurer…

Eigentlich hilft im Moment nur noch allgemeine Volksbewaffnung – und jede Menge Stricke, die von Laternen und Ästen runterbaumeln… Aber Revolution ist ja anstrengend – man muß ja mindestens das Hirn einschalten. Chillen macht da schon viel mehr Spaß…

Gute Nacht, freie Welt – die Illusion zerbröselt!
Willkommen in der Matrix!
Amen!

PS – einen habe ich noch: Wer von Freunden und Nachbarn noch nicht “Verschwörungstheoretiker” geschimpft wurde, kann wahrscheinlich mit NWO, Weltregierung und Bilderbergern nichts anfangen. Selbst schuld, wenn man nur schläft, obwohl man wach ist…

Vielleicht wacht derjenige ja mal auf, wenn demnächst sein Rechner gesperrt ist – und  zwar dieses Mal von echter Ransomware (a la BKA-/GEMA-/GVU-”Trojaner”) – nur eben “made for and by US-Unterhaltungsindustrie”…

Ich weiß nur noch nicht, wie ich dann für EiTiCo die Kohle von der “Human-ID” des hilfesuchenden Kunden (manche Menschen können ja nicht lesen oder interessieren sich für nichts – und brauchen daher selbst bei solchen Sachen Hilfe von IT-lern…) abbuche, weil ja die Analyse des nicht funzenden Rechners (und die daraus resultierende, von uns gegebene Handlungsaufforderung zur Selbstanzeige des Kunden) Arbeitszeit kostet und schon den einen oder anderen Umsatz erzeugen sollte… Aber wir gehen ja mit der Zeit. Also werden wir uns wohl demnächst einen Chip-Scanner/Kartenleser besorgen. Zusammen mit dem Zertifikat, ein NWO-Sklave zu sein. Hauptsache: Digital signiert! 

Big Apple und andere Monstrositäten


Big Apple – also New York – ist ja in den Kreisen der “Truther” für eine der größten Abzockaktionen der Menschheitsgeschichte bekannt: Erst pustet man ein paar Türme und ein Haus um – und dann “wundert” man sich darüber, daß jede Menge Gold und etliche 1.000 Seiten Belege irgendwelcher Finanztransaktionen weg sind… An der Börse gehen aufgrund herabfallender Flatterboliden die Kurse gewisser Fluggesellschaften in den Keller – welch ein Glück für den- oder diejenigen, die tags zuvor ganz zufällig genau darauf gewettet haben. Das erzeugte mal so eben nebenbei ein paar hübsche Milliönchen. Und ein gewisser Larry S., der die Türme gepachtet hatte, kriegt obendrein noch jede Menge Heu von der Versicherung und kann ganz entspannt die negativen Aspekte einer langen und teuren Asbestsanierung ausblenden…

In Wirklichkeit war das natürlich gaaaaaaaanz anders: Die Türme hatten nur einfach keine Lust mehr, wild umherfliegenden Moslems auszuweichen. So oder ähnlich verstehen es jedenfalls manche Leute, schnell richtig reich zu werden – und dank der Verblödungsindustrie interessieren wir uns lediglich dafür, ob das Pariser Hilton unten einen Pelzteppich hat oder blank “begehbar” ist. Während wir uns also um solche verhungerten Problembären kümmern, wird an den Schaltzentren der Macht ungeniert ein Taler nach dem anderen gescheffelt.

Aber auch beim kleinen Apple für die Hosentasche rollt der Rubel. Er ist zwar in bezug aufs Logo etwas angenagt – aber keineswegs angeschlagen. Zu begehrt sind iPad, iPhone, iNfache Gegenstände wie iErbecher, iErschneider, iErlöffel aber auch iErkuchen und selbst iErmassage beim iSenhart konsum- und genußorientierten Pöbel.

Aber meist ist besagter Pöbel nicht nur genuß- und konsumgeil bzw. wild auf Statussymbole; nein – fast ausnahmslos ist diese gelebte Oberflächlichkeit auch noch mit Dummheit gepaart, was schlußendlich logisch erscheint, da letztere Voraussetzung für erstere ist.

Des Pudels – äh… Apfels Kern ist der:  Gäbe es nicht so viele dumme Leute, die MEIN Geld haben, hätte ich es ja. Die erste – und zugegeben ganz schön krasse – Möglichkeit wäre: Die Leute müssen einfach weg. Aber das mit der Erberei wäre schon irgendwie ziemlich unpraktikabel. Zweite Möglichkeit: Die Doofies geben mir MEIN Geld schon zu Lebzeiten, was allerdings mit deren Besitzdenken kollidiert. Also brauche ich ein – zwar lohnenswert erscheinendes, in Wirklichkeit jedoch billiges oder noch besser sogar wertloses – “Tauschobjekt”. Und was ist billiger als NICHTS? Nix! Nüscht! Nada! Niente!Nothing! Gar nichts! Denn nichts ist weniger wert als NICHTS!

Ergo: Ich gebe den Dummbratzen NICHTS und kriege dafür MEIN Geld. Und genau so funktioniert Abzocke: Ich verkaufe ein Versprechen, das ich einfach nicht halte! So einfach ist das. Ich muß niemanden überreden, mir was zu vererben und mich hinterher mit weiteren etwaigen Erben rumstreiten. Nein – am besten ich bescheiße auch noch gleich die Erben und überzeuge sie allesamt, mir freiwillig ihr – äh… MEIN Geld in den Rachen zu werfen.

Wie stelle ich das nun konkret an?

Ganz klar – im multimedialen Mobilfunk-Zeitalter vertickt man sinnfreie Abos auf noch sinnfreiere Downloads. Wer noch kein Ding am Kopp hat, kann sich nun endlich mit dem Jojo einen an die Omme bratzen: Das JoJo-DeLuxe-Abo brächte einem, mir auf den Leim gegangenen Deppen 7 “wichtige Downloads” pro Woche für nur verschwindend kleine 4,99 €. Natürlich wird diese Info wieder einmal – ganz im klassischen Abzocker-Stil – mindestens ebenso verschwindend klein im Kleingedruckten verschwinden. Eine sogenannte Abofalle muß also her – irgendwelchen Schnullifax, den die zukünftigen Opfer dann downloaden können, werde ich schon finden.

Was man abonnieren kann? Hm… Einen IQ-Test und ähnlichen Schnick oder/und Schnack! So nach dem Motto “Kannst Du sitzen? Ja / Nein / Weiß nicht…”, wobei man dann je nach Antwort 100, 90 oder 80 IQ-Punkte abstauben kann. Das reicht doch. Und das Ergebnis schicke ich aufs Handy – also brauche ich die Handynummer! Gefickt eingeschädelt! Denn bupps – wer hätte das gedacht – hat’s dem Depp’ ein Abo eingebracht…

Schnell, wie ich nun mal von Natur aus bin, habe ich also diese Seite ins Netz gestellt:

Mobiledownload24.com

Natürlich braucht das Ganze auch einen „seriösen“ Anstrich – daher noch schnell ein – natürlich abmahnwürdiges, ungültiges und nicht den Mindestanforderungen entsprechendes – Impressum:

Impressum

Daß eine E-Mail-Adresse fehlt, der Impressumstext nur als Bild vorliegt und somit nicht barrierefrei bzw. allgemein zugänglich ist, fällt eh keinem auf – genausowenig wie der Fakt, daß auf der Kundendienstseite kein Link zum Impressum existiert. Egal. Alles Deppen! Ich habe fertig!

Doch was nützt einem ’ne schöne bunte Seite, wenn die keiner kennt? Ich will ja schließlich schnell meine Millionen… SEO? Partnerprogramm? Echte Bewertungen? Nöööööö - ehrlich dauert’s zu lange!

Fake- äh… Entschuldigung…  Facebook !!! Das ist ja der Deppen-Tummelplatz schlechthin! Es gibt zwar (noch) ein paar Spaß- und Verblödungsverweigerer – aber die Masse spielt oder/und spammt sich gegenseitig mit Müll zu – das sind optimalste Voraussetzungen für mein Vorhaben.

Ich erzähle einfach, ich verschenke ein iPhone an die iErköppe! Also wird die nächste Seite ins Netz geklatscht. Und ganz ehrlich: Da verzichte ich lieber gleich ganz aufs geforderte Impressum, bevor wieder einer rummeckert…

Welche Farbe?

Beim (E)i der Kolumbus – daß das sooooooo einfach ist… Und wer sein vermeintliches iPhone „abholen“ will, landet auf der o.g. ersten Seite und muß dort seine Handynummer angeben, um überhaupt eine „Gewinnchance“ zu erhalten. Hähähä, ein Abo-Opfer! Den Hinweis liest doch keiner. Und wenn – die Trottel denken echt, ein Eintrag „Ohne Abo“ bei der Angabe der Wunschfarbe auf Facebook würde reichen… Der Rubel rollt also schon mal. Gut!

Aber er rollt noch nicht schnell genug! Das kann man noch pushen! Also noch mehr versprechen! Meine nächste Seite wird also diese hier:

24 Dosen "Monster" gratis!

Dort verspreche ich einfach den ersten 100.000 Idioten, die meine Abzockseite freiwillig bewerben, 24 Dosen „Monster“. Das sind schlappe 2,4 Mio Dosen. Daß die mich sogar im Großhandel in etwa ebensoviel kosten, wird ja wohl keinem auffallen. 2 Mio Werbebudget? Peanuts… Immerhin habe ich gerade erst 100.000 iPad 3 verschenkt…

100.000 iPad 3

Wenn da nur nicht immer diese elenden Störenfriede und Volksaufklärer von Mimikama & Co mit ihren hetzerischen Unkenrufen wären und versuchen würden, die Opfer-Deppen aufzuklären und vor Betrügern … äh …. Geschäftsleuten wie mir zu warnen… Diese grottige Seite  Mimikama.at nervt mich so richtig! Aber ehrlich: Irgendwann kriege ich auch noch Euer Geld, Ihr Miesmacher-Ösis. Denn der fortschreitende Hirntod der Gesellschaft ist nicht mehr aufzuhalten! Hähähä…

Und morgen? Mal sehen…. Aha! Ich hab’s! Ich verschenke an die ersten 100.000 Spacken jeweils eine echte Merkel als Haushaltshilfe. Einfach nur den Startcode „Ich bin schwachsinnig“ an 0190666666 simsen!

PS: Über die unseriösen Machenschaften der Zossener “my mobile company GmbH” berichtete am 07.05.2011 auch schon Computerbild, in deren Abzocker-Datenbank Mobiledownload24.com ebenfalls eingetragen ist. 

KSK – wie wunderbar…


Wir durften uns gerade ganz aktuell mit der Frage beschäftigen, ob denn die Beträge, die wir in Rechnung stellen, bei der Berechnung der Bemessungsgrundlage für die Künstlersozialversicherung herangezogen werden bzw. ob diese Veranstaltungen der Meldepflicht unterliegen.

Diese Frage ist eindeutig mit NEIN zu beantworten – doch wie kommen wir zu diesem Schluß? Weder die KSK selbst noch die Sozialgerichte Karlsruhe und Lübeck sehen die Arbeit von Party-DJs als künstlerisch an. Dazu mal ein Sammelsurium von Links, gefolgt von Zitaten dieser Seiten. Und wir geben unseren Senf (Ja, nur “Senf” – keine Rechtsberatung!) in rot dazu:

http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/unternehmer/faqfuerunternehmenundverwerter.php

“Wie unterscheiden sich selbständige Künstler bzw. Publizisten von Arbeitnehmern?
Nur für Entgelte an selbständige Künstler und Publizisten ist nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz die Künstlersozialabgabe zu entrichten.”

Für Arbeitnehmer fällt die Abgabe eh nicht an – und ein DJ ist definitiv kein Publizist. Es bleibt also nur die Frage, ob ein DJ als Künstler anzusehen ist…

Wer ist Künstler oder Publizist im Sinne des Künstlersozialversicherungsgesetzes? Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt. Publizist ist, wer als Schriftsteller, Journalist oder in ähnlicher Weise wie ein Schriftsteller oder Journalist tätig ist. Auch wer Publizistik lehrt, fällt unter den Schutz des KSVG. Eine weitere eindeutige gesetzliche Definition gibt es nicht, weil der Begriff des Künstlers oder Publizisten sich nicht absolut festlegen lässt.
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts ist bei der Beurteilung auf den „an der Typologie von Ausübungsformen orientierten Kunstbegriff abzustellen, der in aller Regel dann erfüllt ist, wenn das zu beurteilende Werk den Gattungsanforderungen eines bestimmten Kunsttyps entspricht“. D. h., dass bei diesen Berufsfeldern das soziale Schutzbedürfnis zu unterstellen ist, ohne dass es auf die Qualität der künstlerischen Tätigkeit ankommt oder eine bestimmte Werk- und Gestaltungshöhe vorausgesetzt wird. Das ist jedenfalls dann der Fall, wenn sie – vergleichbar dem Wirkbereich eines Maskenbildners bei Film oder Theater – z. B. dem Wirkbereich der Werbung zuzuordnen ist.”

“Künstler ist, wer Musik [...] schafft, ausübt oder lehrt…” trifft auf DJs, die keine eigenen NEUEN Klangbilder schaffen (z.B. durch Veröffentlichung eigener Remixe oder durch Nutzung von Synthesizern oder einzelner Sequenzen beim DJ-Set) nicht zu. Das Abspielen einer Playlist fällt kaum unter den Kunstbegriff; auch muß das so “entstandene Werk” mit Sicherheit nicht der Nachwelt erhalten bleiben. Und auch um Werbung handelt sich nicht. Daher die, unserer Meinung nach naheliegende Vermutung: Ein (normaler / einfacher) DJ ist kein Künstler! Gezahlte Gagen gehören damit NICHT zur Bemessungsgrundlage und sind somit auch nicht meldepflichtig!!!

http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=30&t=70498&start=30

Aus aktuellem Anlass gabs mal einen kleinen Schriftwechsel mit der KSK zum Thema DJ und ob dieser zu den Künstlern zählt.

Der Auskunftsbeamte der KSK schrieb am 1.6.2010 per E-Mail: “Ein Diskjockey zählt nur dann zum Kreis der Musiker oder Unterhaltungskünstler, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Das Zusammenstellen und Abspielen eines Musikprogramms und das Sprechen verbindender Texte genügt nicht, um die Künstlereigenschaft gemäß § 2 Künstlersozial-versicherungsgesetz (KSVG) zu begründen. Musiker ist als DJ nur, wer unter Verwendung von Tonträgern und technischen Hilfsmitteln verschiedene Musikstücke zu neuen Klangbildern und Kompositionen zusammenmischt. Das dabei entstehende Arbeitsergebnis muß die Qualität eines neuen künstlerischen Produkts haben. Für eine Tätigkeit als Musiker spricht, daß der DJ seine Arbeitsergebnisse auf Tonträgern veröffentlicht.
Unterhaltungskünstler ist nur, wer das Publikum wie ein Alleinunterhalter überwiegend durch Gesang, Sketsche, Anekdoten, Witze, Spiele o.ä. in Stimmung zu bringen versucht.”

Also “gewöhnliche” Party-DJs sind wohl keine Künstler….
Diverse “Star-DJs”, die u.a. eigene Kreationen vermarkten und wo das Publikum schon allein wegen dem Namen kommt, dürften dann wohl eher als Künstler eingestuft werden.
Ausdrücklich KEINE Kriterien, die über die Abgabepflicht entscheiden, sind:
- die Anzahl der Auftritte bzw. die Gagenhöhe
- ob die Tätigkeit nebenberuflich oder hauptberuflich ausgeführt wird
- ob der “Künstler” selbst in der KSK ist oder nicht
- ob er seinen Wohnsitz im Ausland oder Inland hat
- ob der Künstler im Ausland oder Inland tätig ist

Zum großen Unverständnis führt oft die Tatsache, daß für die Künstler, die nicht von der KSK aufgenommen werden (und somit von deren Leistungen profitieren können), weil sie z.B. nebenberuflich arbeiten oder keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, trotzdem Abgaben fälllig sind.

Hierzu die Begründung:
Der Grund für die Einbeziehung auch der an nicht versicherte Künstler/Publizisten (Nebenberufler, Ausländer) gezahlten Entgelte in die Bemessungsgrundlage liegt in der Vermeidung von Wettbewerbsvorteilen für Nichtversicherte und damit letztlich in der Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes des Art. 3 Grundgesetz (Bundesverfassungsgericht in NJW 87, 3118)

Dieser Text bestätigt unsere Vermutung. “Gewöhnliche Party-DJs” sind also keine Künstler. Auch wenn ab und zu mal ein Titel zu einem anderen übergeblendet wird, kann man nicht von einem neuen Klangbild oder einer Komposition sprechen. Dadurch wird der DJ kaum zum Musiker – zumal die Veröffentlichung des Arbeitsergebnisses auf Tonträgern fehlt. Und selbst ein bis zwei Partyspielchen sollten unschädlich sein, da ja nicht “überwiegend” versucht wird, damit Stimmung zu erzeugen. Es wird “überwiegend” Musik abgespielt – daher kann der DJ auch nicht wie ein Alleinunterhalter als Unterhaltungskünstler angesehen werden.

http://www.ksk-blog.de/2010/12/sg-karlsruhe-zur-kunstlereigenschaft.html
RA Andri Jürgensen, seit 10 Jahren spezialisiert auf das KSK-Recht, schrieb am 7. Dezember 2010 in seinem Blog:

SG Karlsruhe zur Künstlereigenschaft von DJs
Derzeit betreue ich zwei Verfahren zu der Frage, wann DJs Künstler im Sinne der KSK sind. Keine leicht zu klärende Frage, aber wenn man sich die Grundlagen der Rechtsprechung betrachtet, ist eine Lösung durchaus möglich. Denn Kernfrage ist, ob der DJ eigene Musik macht oder nur fremde Musik zu Gehör bringt.

Die DRV stellt gerne auf die Bekanntheit eines DJs ab, was für sich jedoch kein taugliches Kriterium ist – Michael Schumacher ist auch bekannt, deshalb aber noch kein Künstler. Die DRV versteht hier die Rechtsprechung des BSG zur sog. “Anerkennung in Fachkreisen” vollkommen falsch.

Gestern nun war die Gerichtsverhandlung in den Karlsruher Verfahren. Die DRV wollte die Abgabe auf die DJ-Gagen erheben, wogegen die Disko geklagt hat. Voraussetzung für die Abgabepflicht ist, dass die DJs künstlerisch tätig werden. Hauptargument der DRV war dabei, dass eine (auch mit der KSK befasste) Kollegin des Prüfers, die nach Bekunden der DRV noch in dem Alter ist, in dem man Diskotheken besucht, mehrmals vor Ort war und die DJs eindeutig als Künstler einordnen konnte (angeblich auch durch Moderationen der DJs, wobei die DJs in der fraglichen Disko tatsächlich aber absolutes Redeverbot haben).

Die Richter waren im Ergebnis von den Argumenten der DRV nicht überzeugt. Vielmehr gingen sie davon aus, dass die DJs in den konkreten Fällen nicht selbst eigene Musik kreieren. Der Klage gegen die DRV wurde also stattgegeben, die DJ-Gagen unterliegen nicht der Künstlersozialabgabe.

Klarheit bringt dieser Text: “… Kernfrage ist, ob der DJ eigene Musik macht oder nur fremde Musik zu Gehör bringt … DJ-Gagen unterliegen nicht der Künstlersozialabgabe.”

http://www.jusmeum.de/urteil/sozg_l%C3%BCbeck/d43bbb0040833446d9f1b322b36fa47ce8c5d8af3f0737ee312544c9b1274364

Urteile » SozG Lübeck » S 14 KR 1066/07

Gericht: SG Lübeck 14. Kammer
Entscheidungsdatum: 02.10.2008
Aktenzeichen: S 14 KR 1066/07
Normen: § 2 S 1 KSVG, § 1 Nr 1 KSVG, § 2 S 1 KSVG

Kläger: DJ
Beklagte: KSK

12) Für die Tätigkeit als Diskjockey beantragte der Kläger am 2. November 2006 bei der Beklagten die Anerkennung der Versicherungspflicht nach dem KSVG. Als Anlage fügte er Verträge über seine Tätigkeit, Rechnungen und Kontoauszüge bei.

13) Mit Bescheid vom 20. Dezember 2006 stellte die Beklagte fest, dass der Kläger nicht der Versicherungspflicht nach dem KSVG unterliege. Ein Diskjockey zähle nur unter besonderen Umständen zum Kreis der Musiker im Sinne des KSVG. Das reine Zusammenstellen und Abspielen von Musikprogrammen genüge nicht.

14) Gegen diesen Bescheid erhob der Kläger am 4. Januar 2007 Widerspruch. Er spiele nicht nur Musiktitel ab, sondern er mixe diese mit einem professionellen Mischpult. Damit verändere er Tonlage, Tonhöhe, Tempo und Takt. Er könne auch zusätzliche Effekte wie Flanger, Chorus, Pitch, Echo und Reverb einbeziehen. Auf diese Weise entstünden neue künstlerische Produkte.

15) Mit Widerspruchsbescheid vom 25. September 2007 wies die Beklagte den Widerspruch des Klägers als unbegründet zurück. Es handele sich bei der Arbeit des Klägers als Diskjockey nicht um eine künstlerische Tätigkeit. Dass der Kläger Musik „mixe“, sei nach seinem Internetauftritt nicht plausibel.

16) Dagegen hat der Kläger am 22. Oktober 2007 beim Sozialgericht Lübeck Klage erhoben. Zur Begründung wiederholt und vertieft er sein bisheriges Vorbringen. Seine Tätigkeit als Diskjockey sei durch Kreativität geprägt. Die Misch- und Synchronisierungsarbeit sei als kreative Tätigkeit vom KSVG erfasst. Insoweit beziehe er sich auf das Urteil des Sozialgerichts Berlin vom 9. Januar 2001 (S 82 KR 139/00). Seine Gewinne erziele er überwiegend aus seiner Arbeit als Diskjockey und nicht aus dem Verleih von Licht- und Tontechnikanlagen. Seiner Klage hat er weitere Verträge und Rechnungen beigefügt.

27) Die Tätigkeit des Klägers wird nicht schon dadurch künstlerisch, dass er zusätzliche Effekte wie Flanger, Chor, Pitch, Echo und Reverb (Hall) einbeziehen kann. Denn auch bei dem Einflechten dieser Effekte handelt es sich im Schwerpunkt um eine technische Arbeit. Reine Tontechniker, die es im Rundfunk- und Fernsehbereich auch schon in den 70er Jahren gab, sind nicht im Künstlerbericht 1975 erfasst. Der Tonmeister ist in einer Reihe mit dem Kapellmeister und dem Chorleiter genannt. Er soll als ausübender Künstler nach dem Urhebergesetz nur insoweit erfasst werden, als er zur Interpretation des Werkes einen künstlerischen Beitrag leistet (vgl. BT-Drucks. 7/3071, Seite 228). Das ist bei den genannten Effekten nicht der Fall. Es geht bei der Tätigkeit des Klägers in erster Linie um das Abspielen bekannter Musiktitel, auch wenn diese durch Effekte zum Teil geringfügig verändert werden.

28) Die Kammer weist abschließend darauf hin, dass ihrer Ansicht nach die Einstufung des Diskjockeys als manuell-technische Tätigkeit wie sie hier erfolgt ist, nicht ausnahmslos gelten muss. Wer als Diskjockey sein Einkommen aus seinem kreativen Schaffen und nicht aus dem Einsatz manuell-technischer Fähigkeiten bezieht, ist „eigenschöpferisch-gestalterisch“ und damit künstlerisch tätig (vgl. BSG, a. a. O.). Dazu ist jedoch notwendig, dass der Antragsteller unter Verwendung von Tonträgern und technischen Hilfsmitteln verschiedene Musikstücke zu neuen Klangbildern und Kompositionen zusammenmischt und auf diese Weise neue Musik „schafft“. Davon, dass er eine solche Tätigkeit ausübt, konnte der Kläger die Kammer nicht überzeugen. Vielmehr stellt es sich für die Kammer nach seinem eigenen Vortrag und insbesondere angesichts seines Internetauftritts so dar, dass er lediglich ein Musikprogramm zusammenstellt, weitgehend unverändert abspielt und dazu verbindende Text spricht.

Leitsatz: Ein Diskjockey, der lediglich ein Musikprogramm zusammenstellt, weitgehend unverändert abspielt und dazu verbindende Texte spricht ist kein Künstler im Sinne der Künstlersozialversicherung. Er wird auch nicht dadurch zum Künstler im Sinne des Gesetzes, dass er ein professionelles Mischpult benutzt, mit dem er Tonlage, Tonhöhe, Tempo und Takt verändern und zusätzliche Effekte wie Echo, Chor oder Hall einspielen kann. Solange es sich im Schwerpunkt um eine technische Arbeit handelt, sind die Voraussetzungen “Musik schaffen” oder “Musik ausüben” nicht erfüllt.

Tenor: Die Klage wird abgewiesen.

Fazit: Weder das SG Lübeck noch die KSK selbst stufen einen Standard-DJ als Musiker bzw. als Künstler ein; die Arbeit des “gewöhnlichen Party-DJs” ist also NICHT künstlerisch, da keine neue Musik entsteht. Auch wenn es im letztgenannten Fall um die Versicherungspflicht (und nicht um die Melde-/Abgabepflicht) ging – wenn ein DJ keine künstlerische Arbeit leistet, kann auf die Gage dafür auch keine Sozialabgabe für die KSK anfallen!

Wenn man sich schon mal freut…


… kommt man oft zu dem Schluß, daß man den Tag nicht vor dem Abend loben soll. Genau das hat sich wieder einmal bewahrheitet: Wir haben uns gefreut, daß unsere 2-Klick-Lösung reibungslos funktioniert. Das tut sie auch – nach wie vor. Nur sind die Datenschützer nicht glücklich. Denn: So reicht es nicht – es ist nicht datenschutzkonform…

Der erkennbare “Schalter” zum Aktivieren fehlt – neben der Belehrung für den Seitenbesucher, daß er dann Daten sendet, und erst nur dann, wenn … ja, wenn er eben welche sendet, weil er welche senden will – vorausgesetzt, er will wirklich. Oder wie auch immer… Wir werden wohl ein fettes DIV-Containerchen mit einem Mega-Schaltpanel nachrüsten dürfen. Mal sehen. Außerdem: Imitieren wir den Facebook-Button? Oh weh… Jedenfalls kommen die Seitenbesucher mit unserer Lösung klar – das ist doch auch schon mal was. Wenigstens ein kleiner, wenn auch schwacher Trost ;-)

Übrigens: Die Heise-Lösung ist auch durchgefallen…

2-Klick-Lösung als Beta 2


Unsere eigene sogenannte “2-Klick-Lösung”, die wir auf TRISEPO.COM und hier im Blog implementiert haben, ging vorhin in die nächste Runde und läuft jetzt als Beta 2 (also sozusagen als Gamma-Version *lol*).

Daß wir mit der “handelsüblichen” Variante unzufrieden sind, weiß die geneigte Leserschaft ja schon seit dem Erscheinen dieser beiden Beiträge:
Facebook und Konsorten vs. Datenschutz
Ahnungslose Anwälte verbreiten unabsichtlich Unsinn?

Jedenfalls wurden vorhin 2 Bugs gefixt. Außerdem haben wir jetzt auf unsere speziell angepaßte Version der Datenschutzerklärung verlinkt. Achtung: Das ist keine Rechtsberatung! Wir empfehlen niemandem, diese Version zu verwenden!

Der Code ist zwar noch unaufgeräumt und nicht als prototypische Erweiterung ausgeführt – er ist aber auch noch nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Spätestens beim Launch von EiTiCo.de bieten wir ihn aber zum Download an. Und bis dahin wird eben getestet…

Hier übrigens noch zwei Abhandlungen zum selben Thema:
Integration von Buttons für Facebook und Google+1

Ahnungslose Anwälte verbreiten unabsichtlich Unsinn?


Vor einigen Tagen haben wir ja im 3SEPO-Blog eine eigene 2-Klick-Lösung für das Teilen von Inhalten mittels “sozialer” Netzwerke eingebaut und einen Testlauf gestartet. Nachdem in diversen Kanälen mal wieder panisch die Wellen hochschlagen, daß die Datenschützer wieder einmal auf dem Kriegspfad seien, haben wir uns trotz Beta-Stadiums für einen Einbau des Scripts auf http://trisepo.com entschieden und dort eine entsprechende Implementierung vorgenommen. Insofern mußten wir auch bei der Datenschutzerklärung nachziehen. Und dabei ist uns etwas aufgefallen. Es gibt ja bekanntlich etliche Rechtsanwaltskanzleien, die einem hilfreich mit vorgefertigten Datenschutzerklärungen zur Seite stehen, wenn man eine datenschutzkonforme Lösung implementiert – oder auch nicht. Ein wichtig klingender Hinweis auf das Ausloggen bei Facebook – das reicht vielen schon. Jedenfalls wird dieser (in unseren Augen) Unsinn von Hunz und Kunz kopiert – das Netz ist voll davon. Jedenfalls heißt es in einer diesbezüglichen Datenschutzerklärung:

“Sofern Sie während des Besuchs unserer Website den Verweisen folgen und über Ihr persönliches Benutzerkonto bei Facebook eingeloggt sind, wird die Information, daß Sie unsere Website besucht haben, an Facebook weitergeleitet. Den Besuch der Website kann Facebook ihrem Konto zuordnen. Diese Informationen werden an Facebook übermittelt und dort gespeichert. Um dies zu verhindern müssen Sie sich vor dem Klick auf den Verweis aus Ihrem Facebook-Account ausloggen.”

Was ist denn ein “Verweis”? Ein stinknormaler interner/externer Link (z.B. auf das Impressum des Seitenbetreibers oder auch ein Link zu einer anderen Website…) – sicher. Und das ist eigentlich auch gemeint. Aber: Auch wenn der Like-Button wohl kaum im Sinne dieser Formulierung gemeint ist, da man ihm nicht (sinnvoll) folgen kann, wenn man nicht eingeloggt ist – auch er ist ein “Verweis”. Es erscheint dann ein Popup, um sich einzuloggen. Aber egal, ob ich mich nun unsinnigerweise auslogge, um mir ein Login-Fenster anzusehen, in dem ich mich dann nicht einlogge und es wieder schließe – oder ob ich einen normalen Link anklicke: Ein Browser übermittelt Referrer, wenn ich die nicht explizit im Browser ausschalte. Solange ich einen “normalen” Link nach dem Muster <a href=”Netzwerk-URL”>{Text|Bild}</a> (z.B. Impressum) anklicke – kein Problem.  Problematisch wird es, wenn ich durch die Formulierung glaube, ich könnte auch mal testhalber auf den Like-.Button klicken, wenn ich ausgeloggt bin – schließlich kann ja nichts passieren – ich bin ja nicht eingeloggt… Das ist zwar relativ unsinnig – aber es ist auch ein Trugschluß !!! Denn das Popup zum Login wird von Facebook geladen – und da haben wir das Problem! Oder – was etwas realistischer ist – ich nutze auf der Seite irgend einen Link zu Facebook – um mich natürlich erst dann und dort einzuloggen… Nach der o.g. schwammigen Formulierung sollte ich ja wohl – weil ich derzeit nicht eingeloggt bin – noch anonym sein, oder?

Gerade die Damen und Herren Rechtsanwälte, die immer bei allem und jedem so überpingelig sind, sollten es besser wissen und diese Empfehlung genauer formulieren! Denn lt. obiger Passage habe ich, wenn ich ausgeloggt bin, förmlich einen Freibrief, auf ALLES auf der Seite zu klicken… UND DAS IST GANZ GROßER KÄSE !!! Und genaugenommen – wenn auf der Seite keine 2-Klick-Lösung eingebaut wurde (bei der ich erst die Zustimmung zum Nachladen geben muß) – in Verbindung mit den Standardplugins ist diese Formulierung vollkommen sinnfrei, da in den Serverlogs neben der IP, anderen hübschen Sachen wie Protokoll, Zeitstempel, Browser usw. auch zu finden ist, was (z.B. ein Plugin-Script) von welcher Seite (die, von der ich nicht möchte, daß Facebbok weiß, daß ich dort war) angefordert wurde.

Bin ich auf Seite A und nicht (mehr) bei Netzwerk B eingeloggt, klicke aber auf Seite A einen Link, um mir bei B etwas aufzurufen, kann jedes zweitrangige Web-Analysetool bei B auslesen, daß ich von A gekommen bin (es sei denn, ich habe die Übertragung des Referrers ausgeschaltet). Ich komme also mit meiner IP-Adresse und der Info, daß ich von A komme, durchs Netz angewatschelt, um an die Pforten von B zu klopfen.

Und ob nun Meier, Müller, Lehmann oder Schulze 10 min vorher mit dieser IP bei B eingeloggt war, läßt sich ja wohl sogar von einem Praktikanten bei B herausbekommen, wenn in irgendwelchen Log-Dateien oder Datenbanktabellen steht, wer wann mit welcher IP eingeloggt war.

Ok, sitzt Müller nun mit Meier im Netzwerk hinter einem Router, ist es noch geringfügig anders. Aber immerhin könnte B in Erfahrung bringen, daß jemand von Meier-Müller Inc. auf Seite A war.

Also ist unsere bescheidene Meinung, daß Ausloggen gar nichts bringt. Ich benötige mindestens eine neue IP-Adresse, um den Vorgang zu erschweren. Und dann hat man noch nicht die Cookie-Problematik geprüft. Denn egal, mit welcher IP ich bei B angewackelt komme – B kann (wenn ich es nicht im Browser verbiete) Cookies setzen. Und noch schlimmer: B kann Cookies auslesen. Und je nachdem, was darin abgelegt ist, erkennt man mich ja (oder glaubt zumindest, mich zu erkennen) vielleicht trotz meiner neuen IP?

Denn lt. dieser Vorgehensweise ist folgendes denkbar:
- Müller ist bei Netzwerk B eingeloggt und hat IP: 93.157.160.188
- Zeitpunkt, IP und Benutzer werden bei B protokolliert oder/und im Cookie abgelegt
- Müller loggt sich bei B aus
- Müller besucht Seite A
- Seite A nutzt zwar eine “2-Klick-Lösung”, doch Müller klickt bloß auf den “Verweis” (und landet auf der Login-Seite, die nicht per bei A gehostetem Javascript “on the fly” generiert sondern von B geladen wird)
- Referrer A wird dabei übermittelt und wird mit Zeitpunkt und IP 93.157.160.188 gespeichert
- über Zuordnung IP «-» Referrer und  Zuordnung IP «-» Benutzer (über Cookie oder Datenbank, siehe Zeile 2) ist nun Zuordnung Referrer «-» Benutzer möglich

Und wenn dann noch Langzeit-Cookies existieren, kann man sogar noch diesen PC mit mal vorhanden gewesenen anderen Benutzern des Netzwerks B und anderen IPs in Verbindung bringen.

Ok, man ordnet die IP zu – bzw. den PC. Aber selbst, wenn B auf diese Weise so manch falsches Bewegungsprofil erstellt, weil Meier, Müller, Schulze und Lehmann im Internet-Cafe dieselbe IP hatten oder weil Ina, Günther und klein Fritzchen Neumann alle 24 Stunden zwar mit neuer IP aber demselben PC unterwegs sind – wie viele Profile dürften wohl dennoch annähernd stimmen? Und wie viele davon wären der Werbewirtschaft teures Geld wert?

Wer es nicht glaubt: http://srv1.trisepo.com als Seite A und http://srv2.eitico.de als Netzwerk B !!! Einfach mal rumspielen. Bei B einloggen, bei B ausloggen, zu A gehen, irgendeine Unterseite  wählen (vielleicht sogar zwischendurch IP wechseln und Browser schließen) und zurück zu Netzwerk B… Das ein paar mal machen und dann die erfaßten Daten beäugen. Es dürfte ziemlich viel dabei sein, wo UNBEKANNT dieselbe IP hat wie Müller – oder, trotz verschiedener IPs oder nicht eingeloggten Zustands die gleiche Session-Id:

Zeit Herkunft Identität IP-Adresse Session-ID
22:28:58 SRV1.TRISEPO.COM/ SCHULZE 93.214.33.157 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:28:50 SRV2.EITICO.DE/ SCHULZE 93.214.33.157 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:28:45 SRV1.TRISEPO.COM/ UNBEKANNT 93.214.33.157 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:28:10 SRV1.TRISEPO.COM/B.HTML UNBEKANNT 93.214.33.157 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:27:33 SRV2.EITICO.DE/ UNBEKANNT 93.214.33.244 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:27:31 SRV1.TRISEPO.COM/A.HTML MEIER 93.214.33.244 045eb2b…ec7884b0573a5f4
22:27:07 SRV1.TRISEPO.COM/D.HTML MEIER 93.214.33.244 045eb2b…ec7884b0573a5f4
22:26:42 SRV2.EITICO.DE/ MEIER 93.214.1.206 045eb2b…ec7884b0573a5f4
22:26:35 SRV1.TRISEPO.COM/ UNBEKANNT 93.214.1.206 045eb2b…ec7884b0573a5f4

(Bitte Nachsicht üben – das ist wirklich nur fix zu Demo-Zwecken zusammengeklatscht worden. Aber es beweist: Ausloggen? Bringt gar nichts, wenn der Progger nicht will und der User unvorsichtig ist…)

Die Gesamt-Problematik ergibt sich eher aus Referrer, IP und Cookie. Übertrage ich Referrer, erlaube ich die Gültigkeit von Cookies bis zu ihrem Ablauf (und nicht nur Session-Cookies), ist es sogar möglich, zwischenzeitlich den Browser zu schließen und die IP zu wechseln.

Ich benötige also jede Menge “Gottvertrauen” – denn der Systemadmin ist in dem Fall der Gott – zusammen mit dem Proggern der 2-Klick-Lösung und der Website B.

Denn es ist so: Ausloggen allein bringt nichts… Ich darf nirgends klicken (wenn ich nicht 100%ig weiß, daß die Zielseite keine Scripte, Plugins, Grafiken Popups usw., die von Netzwerk/Website B bereitgestellt werden, beinhaltet) – denn in dem Moment, wo auch nur ein Login-Fenster oder eine Grafik von B erscheint, weiß B, daß jemand mit meiner IP auf A weilt!

Also wagen wir mal ganz großkotzig zu behaupten, daß diese Formulierung, so, wie sie oben steht, riesengroßer Quatsch sei. Daher haben wir unsere Datenschutzerklärung auf http://trisepo.com auch angepaßt. (Das ist keine Rechtsberatung – lediglich ein Hinweis, wie wir das handhaben.)

PS: Wir sagen nicht, daß Facebook das so macht. Aber Facebook KÖNNTE, wenn man dort nur wollte. Doch wenn die 2-Klick-Lösung zusammen mit solchen “Anleitungen” (i.S.d. in der Datenschutzerklärung genannten Vorgehensweise) verbreitet wird, ist die versprochene Sicherheit der Daten nicht gegeben, da sie von etlichen anderen, auf der User-Seite zu konfigurierenden Faktoren abhängt. Denn es ist definitiv so wie immer: Datenschutz fängt beim User selbst an.

Also am besten nicht klicken, keine Netzwerke nutzen und nicht ins Internet gehen! ;-)