Facebook-Sensation 2014


Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Und dabei dachten wir eben noch, es wäre gerade mal Pfingsten… Denn man macht uns, den bei Facebook agierenden SocialMedia-Betreuern, förmlich ein Geschenk: Man erfüllt uns nämlich einen lang gehegten Wunsch – und das ist DIE SENSATION 2014 !!! Das #Risiko einer #Abmahnung wird nämlich ETWAS kleiner…

Wir hatten ja schon mehrfach unseren Unmut über die in unseren Augen vollkommen bescheurte Rechtsprechung zum Thema #Impressum auf #Unternehmensseiten bei #Facebook geäußert – aber auf uns hört ja niemand! Die Protestrufe verhallten ungehört…

Facebook hat aber nun endlich ein Einsehen gehabt und auf die dummen Entscheidungen der Richter vom LG Aschaffenburg (Az: 2 HK O 54/11; Urteil vom 19.08.2011, Grundlage für zahlreiche #Abmahnungen) reagiert. Das Netzwerk bietet mit dem aktuellen #Update (das spätestens am 22.06. eine automatische Design-Anpassung aller Unternehmensseiten vorsieht) endlich auch “Nicht-Nerds” die Möglichkeit, ein Impressum anzulegen, das sowohl in der Desktop- als auch in der Mobilansicht gesetzeskonform findbar, sichtbar und erreichbar ist. Da sage noch einer, es gäbe keine Wunder…

 

Und so sieht es aus:

 

Anlegen des Impressums im Administrationsbereich

 

Einblendung des Links (Desktop-Ansicht)

 

Aufruf des Impressums (Desktop-Ansicht;
über “Info” oder den neuen Link “Impressum” erreichbar)

 

Einblendung des Links (Mobil-Ansicht)

 

Aufruf des Impressums (Mobil-Ansicht)

 

Bleibt nur zu hoffen, daß diese Änderung Bestand hat. Und vor allem: Daß die Richter, die bisher entweder nicht so viel Glück beim Denken oder zumindest massive Probleme mit ihren Geleemurmeln hatten, nun auch endlich in der Lage sind, bei Facebook Adreß- bzw. Kontaktdaten zu Unternehmen, die dort präsent sind, zu finden…

 

Von Pornos kriegt man wunde Finger…


… und scheinbar machen erstere auch dumm. Zumindest denken die Trittbrettfahrer, die auf die aktuelle RedTube-Abmahnwelle aufspringen, so oder ähnlich über ihre potentiellen Wunsch-Opfer.

Derzeit werden – und das stimmt so weit – Urheberrechtsverletzungen abgemahnt, die durch das bloße Streamen eines heißen Streifens über das Portal Redtube begangen worden sein sollen. So haben wohl etliche Internetuser “Werke” wie “Amandas Secrets” konsumiert, um dabei Hand an sich zu legen.

Mal davon abgesehen, daß jeder Mensch mit etwas Grips wissen müßte, daß die temporär im Cache liegenden Dateischnipsel Bestandteil bzw. Folge des technischen Vorgangs des Streamens sind… – die Frage, ob das bereits eine Vervielfältigung ist oder nicht, ist noch gar nicht eindeutig geklärt und in der Juristerei stark umstritten.

Jedenfalls wurden IPs gesammelt, Adreßdaten angefragt und auch herausgegeben; Abmahnungen sind unterwegs. Doch auch die eingangs erwähnten Trittbrettfahrer sind mit von der Partie und verschicken Abmahnungen per E-Mail.

Während unsereiner dümmliche E-Mails mit dummen Anhängen von noch dümmeren Absendern vollends ignoriert und im Zweifelsfalle auf altmodisches Papier mit Aktenzeichen, Stempel und Unterschrift  wartet, gibt es natürlich wie immer unbedarfte User, die feucht in der Hose werden. Nicht so wie einst, vorn, beim Konsum der “Secrets” – nein; dieses Mal hinten, beim Anblick der Mail. Bibber, schlotter, zitter – und schon ist die Hose voll!

Vor Schreck und in ängstlicher Neugier wird dann geklickt – und schon teilt der Rechner das Schicksal der Hose:

AntiVir     TR/Matsnu.A.113     
ESET-NOD32  Win32/Trustezeb.E     
Ikarus      Trojan-Spy.Zbot     
Kaspersky   Trojan-Dropper.Win32.Injector.jspw     
McAfee      Artemis!38B1862A42A6     
Sophos      Mal/Generic-S

Der Gag ist, daß sich diese – Entschuldigung – Scheiße gar nicht auf den Rechner ergießen müßte, wenn man nicht jeden Mist öffnen würde. Da lobe ich mir doch mein Outlook Express, daß mir einen Blick in den Quelltext ermöglicht:

Logdaten meiner Mahnung? Nanü? Was das wohl ist?

Also ne, ehrlich mal… Der Traggi wieder… Hinter traggi@arcor.de vermutet man natürlich sofort einen seriösen Anwalt. Und was der alles weiß, hat und kann… – sagenhaft!!!

Der weiß z.B. nämlich heute schon, daß ich am 19.12.2013 um 23:15:50 Uhr über 64-21-220-14.static-ip.telepacific.net Amandas Geheimnisse ergründen werde.

Respekt !!!

Bei so viel Know-How haben dumme Pornojunkies keine Chance, erst recht keine Wiederholungstäter. Ich bin übrigens auch einer, da ich gar nicht genug von dem Steifen – äh… Streifen kriegen kann. Habe ich doch am 02.12. auch schon gesündigt, dieses Mal über c-76-20-208-128.hsd1.ga.comcast.net… Meine Güte, ich wußte gar nicht, daß ich soooooo viel DSL habe..

From: "=?utf-8?q?Rechtsanw=C3=A4lte Urmann und Collegen?=" <ideas@casema.nl>
To: "Hilgendorf Olaf" <napalm@faett-boys.de>
Subject: Redtube Urheberrechtsverletzung an dem Werk Amandas secrets
Date: Tue, 10 Dec 2013 10:32:19 GMT
Datum/Uhrzeit: 02.12.2013 22:64:62
IP-Adresse: 76.20.208.128 Hilgendorf Olaf
Produktname: Amandas secrets
Benutzerkennung: 98330189939
Stream Seite: Redtube
Gegenstandswert: 3450,00 Euro
Geschäftsgebühr §§ 13, 14, Nr. 2030 VV RVG: 175,12 Euro
Pauschale für Post und Telekommunikation: 32,28 Euro
Schadensersatz: 83,45 Euro
Aufwendung für Ermittlung der Rechtsverletzung pauschal: 70,00 Euro

Tja, dann ist es wohl in Zukunft erst mal Essig mit dem Onanieren. Da werde ich wohl meine wunden Fingerchen eher vom Stricken kriegen… Denn für so viel Kohle müssen nicht nur alte Omis lange stricken. Hinzu kommt, daß ich chronisch langsam bin…

Oder… Bessere Idee !!! Ab in die Tonne mit dem Müll! Auch Outlook Express verfügt über eine Löschfunktion…

Hintergrund:
• Streaming-Abmahnungen schrecken Internet-Nutzer auf
• Abmahnung von Streaming-Nutzern: Nur ein Missverständnis?
• RedTube: Streaming-Abmahnungen unwirksam?
• Warnung: Fake-Abmahnung von U+C Rechtsanwälte im Umlauf
• Streaming-Abmahnung! Schon tausende User sind davon betroffen! U+C Rechtsanwälte

Wenn man sich schon mal freut…


… kommt man oft zu dem Schluß, daß man den Tag nicht vor dem Abend loben soll. Genau das hat sich wieder einmal bewahrheitet: Wir haben uns gefreut, daß unsere 2-Klick-Lösung reibungslos funktioniert. Das tut sie auch – nach wie vor. Nur sind die Datenschützer nicht glücklich. Denn: So reicht es nicht – es ist nicht datenschutzkonform…

Der erkennbare “Schalter” zum Aktivieren fehlt – neben der Belehrung für den Seitenbesucher, daß er dann Daten sendet, und erst nur dann, wenn … ja, wenn er eben welche sendet, weil er welche senden will – vorausgesetzt, er will wirklich. Oder wie auch immer… Wir werden wohl ein fettes DIV-Containerchen mit einem Mega-Schaltpanel nachrüsten dürfen. Mal sehen. Außerdem: Imitieren wir den Facebook-Button? Oh weh… Jedenfalls kommen die Seitenbesucher mit unserer Lösung klar – das ist doch auch schon mal was. Wenigstens ein kleiner, wenn auch schwacher Trost ;-)

Übrigens: Die Heise-Lösung ist auch durchgefallen…

2-Klick-Lösung als Beta 2


Unsere eigene sogenannte “2-Klick-Lösung”, die wir auf TRISEPO.COM und hier im Blog implementiert haben, ging vorhin in die nächste Runde und läuft jetzt als Beta 2 (also sozusagen als Gamma-Version *lol*).

Daß wir mit der “handelsüblichen” Variante unzufrieden sind, weiß die geneigte Leserschaft ja schon seit dem Erscheinen dieser beiden Beiträge:
Facebook und Konsorten vs. Datenschutz
Ahnungslose Anwälte verbreiten unabsichtlich Unsinn?

Jedenfalls wurden vorhin 2 Bugs gefixt. Außerdem haben wir jetzt auf unsere speziell angepaßte Version der Datenschutzerklärung verlinkt. Achtung: Das ist keine Rechtsberatung! Wir empfehlen niemandem, diese Version zu verwenden!

Der Code ist zwar noch unaufgeräumt und nicht als prototypische Erweiterung ausgeführt – er ist aber auch noch nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Spätestens beim Launch von EiTiCo.de bieten wir ihn aber zum Download an. Und bis dahin wird eben getestet…

Hier übrigens noch zwei Abhandlungen zum selben Thema:
Integration von Buttons für Facebook und Google+1

Ahnungslose Anwälte verbreiten unabsichtlich Unsinn?


Vor einigen Tagen haben wir ja im 3SEPO-Blog eine eigene 2-Klick-Lösung für das Teilen von Inhalten mittels “sozialer” Netzwerke eingebaut und einen Testlauf gestartet. Nachdem in diversen Kanälen mal wieder panisch die Wellen hochschlagen, daß die Datenschützer wieder einmal auf dem Kriegspfad seien, haben wir uns trotz Beta-Stadiums für einen Einbau des Scripts auf http://trisepo.com entschieden und dort eine entsprechende Implementierung vorgenommen. Insofern mußten wir auch bei der Datenschutzerklärung nachziehen. Und dabei ist uns etwas aufgefallen. Es gibt ja bekanntlich etliche Rechtsanwaltskanzleien, die einem hilfreich mit vorgefertigten Datenschutzerklärungen zur Seite stehen, wenn man eine datenschutzkonforme Lösung implementiert – oder auch nicht. Ein wichtig klingender Hinweis auf das Ausloggen bei Facebook – das reicht vielen schon. Jedenfalls wird dieser (in unseren Augen) Unsinn von Hunz und Kunz kopiert – das Netz ist voll davon. Jedenfalls heißt es in einer diesbezüglichen Datenschutzerklärung:

“Sofern Sie während des Besuchs unserer Website den Verweisen folgen und über Ihr persönliches Benutzerkonto bei Facebook eingeloggt sind, wird die Information, daß Sie unsere Website besucht haben, an Facebook weitergeleitet. Den Besuch der Website kann Facebook ihrem Konto zuordnen. Diese Informationen werden an Facebook übermittelt und dort gespeichert. Um dies zu verhindern müssen Sie sich vor dem Klick auf den Verweis aus Ihrem Facebook-Account ausloggen.”

Was ist denn ein “Verweis”? Ein stinknormaler interner/externer Link (z.B. auf das Impressum des Seitenbetreibers oder auch ein Link zu einer anderen Website…) – sicher. Und das ist eigentlich auch gemeint. Aber: Auch wenn der Like-Button wohl kaum im Sinne dieser Formulierung gemeint ist, da man ihm nicht (sinnvoll) folgen kann, wenn man nicht eingeloggt ist – auch er ist ein “Verweis”. Es erscheint dann ein Popup, um sich einzuloggen. Aber egal, ob ich mich nun unsinnigerweise auslogge, um mir ein Login-Fenster anzusehen, in dem ich mich dann nicht einlogge und es wieder schließe – oder ob ich einen normalen Link anklicke: Ein Browser übermittelt Referrer, wenn ich die nicht explizit im Browser ausschalte. Solange ich einen “normalen” Link nach dem Muster <a href=”Netzwerk-URL”>{Text|Bild}</a> (z.B. Impressum) anklicke – kein Problem.  Problematisch wird es, wenn ich durch die Formulierung glaube, ich könnte auch mal testhalber auf den Like-.Button klicken, wenn ich ausgeloggt bin – schließlich kann ja nichts passieren – ich bin ja nicht eingeloggt… Das ist zwar relativ unsinnig – aber es ist auch ein Trugschluß !!! Denn das Popup zum Login wird von Facebook geladen – und da haben wir das Problem! Oder – was etwas realistischer ist – ich nutze auf der Seite irgend einen Link zu Facebook – um mich natürlich erst dann und dort einzuloggen… Nach der o.g. schwammigen Formulierung sollte ich ja wohl – weil ich derzeit nicht eingeloggt bin – noch anonym sein, oder?

Gerade die Damen und Herren Rechtsanwälte, die immer bei allem und jedem so überpingelig sind, sollten es besser wissen und diese Empfehlung genauer formulieren! Denn lt. obiger Passage habe ich, wenn ich ausgeloggt bin, förmlich einen Freibrief, auf ALLES auf der Seite zu klicken… UND DAS IST GANZ GROßER KÄSE !!! Und genaugenommen – wenn auf der Seite keine 2-Klick-Lösung eingebaut wurde (bei der ich erst die Zustimmung zum Nachladen geben muß) – in Verbindung mit den Standardplugins ist diese Formulierung vollkommen sinnfrei, da in den Serverlogs neben der IP, anderen hübschen Sachen wie Protokoll, Zeitstempel, Browser usw. auch zu finden ist, was (z.B. ein Plugin-Script) von welcher Seite (die, von der ich nicht möchte, daß Facebbok weiß, daß ich dort war) angefordert wurde.

Bin ich auf Seite A und nicht (mehr) bei Netzwerk B eingeloggt, klicke aber auf Seite A einen Link, um mir bei B etwas aufzurufen, kann jedes zweitrangige Web-Analysetool bei B auslesen, daß ich von A gekommen bin (es sei denn, ich habe die Übertragung des Referrers ausgeschaltet). Ich komme also mit meiner IP-Adresse und der Info, daß ich von A komme, durchs Netz angewatschelt, um an die Pforten von B zu klopfen.

Und ob nun Meier, Müller, Lehmann oder Schulze 10 min vorher mit dieser IP bei B eingeloggt war, läßt sich ja wohl sogar von einem Praktikanten bei B herausbekommen, wenn in irgendwelchen Log-Dateien oder Datenbanktabellen steht, wer wann mit welcher IP eingeloggt war.

Ok, sitzt Müller nun mit Meier im Netzwerk hinter einem Router, ist es noch geringfügig anders. Aber immerhin könnte B in Erfahrung bringen, daß jemand von Meier-Müller Inc. auf Seite A war.

Also ist unsere bescheidene Meinung, daß Ausloggen gar nichts bringt. Ich benötige mindestens eine neue IP-Adresse, um den Vorgang zu erschweren. Und dann hat man noch nicht die Cookie-Problematik geprüft. Denn egal, mit welcher IP ich bei B angewackelt komme – B kann (wenn ich es nicht im Browser verbiete) Cookies setzen. Und noch schlimmer: B kann Cookies auslesen. Und je nachdem, was darin abgelegt ist, erkennt man mich ja (oder glaubt zumindest, mich zu erkennen) vielleicht trotz meiner neuen IP?

Denn lt. dieser Vorgehensweise ist folgendes denkbar:
- Müller ist bei Netzwerk B eingeloggt und hat IP: 93.157.160.188
- Zeitpunkt, IP und Benutzer werden bei B protokolliert oder/und im Cookie abgelegt
- Müller loggt sich bei B aus
- Müller besucht Seite A
- Seite A nutzt zwar eine “2-Klick-Lösung”, doch Müller klickt bloß auf den “Verweis” (und landet auf der Login-Seite, die nicht per bei A gehostetem Javascript “on the fly” generiert sondern von B geladen wird)
- Referrer A wird dabei übermittelt und wird mit Zeitpunkt und IP 93.157.160.188 gespeichert
- über Zuordnung IP «-» Referrer und  Zuordnung IP «-» Benutzer (über Cookie oder Datenbank, siehe Zeile 2) ist nun Zuordnung Referrer «-» Benutzer möglich

Und wenn dann noch Langzeit-Cookies existieren, kann man sogar noch diesen PC mit mal vorhanden gewesenen anderen Benutzern des Netzwerks B und anderen IPs in Verbindung bringen.

Ok, man ordnet die IP zu – bzw. den PC. Aber selbst, wenn B auf diese Weise so manch falsches Bewegungsprofil erstellt, weil Meier, Müller, Schulze und Lehmann im Internet-Cafe dieselbe IP hatten oder weil Ina, Günther und klein Fritzchen Neumann alle 24 Stunden zwar mit neuer IP aber demselben PC unterwegs sind – wie viele Profile dürften wohl dennoch annähernd stimmen? Und wie viele davon wären der Werbewirtschaft teures Geld wert?

Wer es nicht glaubt: http://srv1.trisepo.com als Seite A und http://srv2.eitico.de als Netzwerk B !!! Einfach mal rumspielen. Bei B einloggen, bei B ausloggen, zu A gehen, irgendeine Unterseite  wählen (vielleicht sogar zwischendurch IP wechseln und Browser schließen) und zurück zu Netzwerk B… Das ein paar mal machen und dann die erfaßten Daten beäugen. Es dürfte ziemlich viel dabei sein, wo UNBEKANNT dieselbe IP hat wie Müller – oder, trotz verschiedener IPs oder nicht eingeloggten Zustands die gleiche Session-Id:

Zeit Herkunft Identität IP-Adresse Session-ID
22:28:58 SRV1.TRISEPO.COM/ SCHULZE 93.214.33.157 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:28:50 SRV2.EITICO.DE/ SCHULZE 93.214.33.157 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:28:45 SRV1.TRISEPO.COM/ UNBEKANNT 93.214.33.157 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:28:10 SRV1.TRISEPO.COM/B.HTML UNBEKANNT 93.214.33.157 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:27:33 SRV2.EITICO.DE/ UNBEKANNT 93.214.33.244 cf9c93e0…6ac3d31b32058a
22:27:31 SRV1.TRISEPO.COM/A.HTML MEIER 93.214.33.244 045eb2b…ec7884b0573a5f4
22:27:07 SRV1.TRISEPO.COM/D.HTML MEIER 93.214.33.244 045eb2b…ec7884b0573a5f4
22:26:42 SRV2.EITICO.DE/ MEIER 93.214.1.206 045eb2b…ec7884b0573a5f4
22:26:35 SRV1.TRISEPO.COM/ UNBEKANNT 93.214.1.206 045eb2b…ec7884b0573a5f4

(Bitte Nachsicht üben – das ist wirklich nur fix zu Demo-Zwecken zusammengeklatscht worden. Aber es beweist: Ausloggen? Bringt gar nichts, wenn der Progger nicht will und der User unvorsichtig ist…)

Die Gesamt-Problematik ergibt sich eher aus Referrer, IP und Cookie. Übertrage ich Referrer, erlaube ich die Gültigkeit von Cookies bis zu ihrem Ablauf (und nicht nur Session-Cookies), ist es sogar möglich, zwischenzeitlich den Browser zu schließen und die IP zu wechseln.

Ich benötige also jede Menge “Gottvertrauen” – denn der Systemadmin ist in dem Fall der Gott – zusammen mit dem Proggern der 2-Klick-Lösung und der Website B.

Denn es ist so: Ausloggen allein bringt nichts… Ich darf nirgends klicken (wenn ich nicht 100%ig weiß, daß die Zielseite keine Scripte, Plugins, Grafiken Popups usw., die von Netzwerk/Website B bereitgestellt werden, beinhaltet) – denn in dem Moment, wo auch nur ein Login-Fenster oder eine Grafik von B erscheint, weiß B, daß jemand mit meiner IP auf A weilt!

Also wagen wir mal ganz großkotzig zu behaupten, daß diese Formulierung, so, wie sie oben steht, riesengroßer Quatsch sei. Daher haben wir unsere Datenschutzerklärung auf http://trisepo.com auch angepaßt. (Das ist keine Rechtsberatung – lediglich ein Hinweis, wie wir das handhaben.)

PS: Wir sagen nicht, daß Facebook das so macht. Aber Facebook KÖNNTE, wenn man dort nur wollte. Doch wenn die 2-Klick-Lösung zusammen mit solchen “Anleitungen” (i.S.d. in der Datenschutzerklärung genannten Vorgehensweise) verbreitet wird, ist die versprochene Sicherheit der Daten nicht gegeben, da sie von etlichen anderen, auf der User-Seite zu konfigurierenden Faktoren abhängt. Denn es ist definitiv so wie immer: Datenschutz fängt beim User selbst an.

Also am besten nicht klicken, keine Netzwerke nutzen und nicht ins Internet gehen! ;-)

Facebook und Konsorten vs. Datenschutz


Ja ja, das Gesichtsbuch. Wir regen uns immer gern schnell mal über die Datenkraken auf, posten aber hinterher die Bilder unseres Neugeborenen… So ist das eben. Aber dieses Phänomen betrachten wir demnächst (2017 ??? *lol*) in den FAQ von Eitico.de.

Mal davon abgesehen, daß ohnehin jeder selbst schuld ist, der Facebook und Konsorten nutzt, sorgen sich Datenschützer und Politiker um die Sicherheit unserer Daten, da sie einmal im Jahr an unser aller Wohl denken. Stasi 2.0 ja, aber bitteschön nicht made by Google und Facebook – dafür gibt es schließlich den grün-blauen Sumpf (ausnahmsweise mal nicht den braunen oder roten), bestehend aus Bullerei, LKA, BKA, VS, BND bis hin zu RTL, ZDF, MFG und BUS. Aber darum geht es ja gar nicht.

Es geht viel eher darum, daß Facebook “ein paar” Daten erhält, wenn man auf eine Seite mit einem entsprechenden Plugin kommt. Ist man dann auch noch gerade bei Facebook eingeloggt, bekommt Facebook so richtig Futter. Und das ist denen, die so um unser Wohl besorgt sind, ein Dorn im Auge. So regen sich die Datenschützer darüber auf, wenn jemand sein Recht auf persönliche Dummheit nutzt und a) bei Facebook facebookt und b) ohne sich bei Facebook auszuloggen andere Seiten benutzt. 

Nun hat das natürlich wieder Folgen für die armen Gewerbetreibenden. Nicht nur, daß sie sich aus Angst vor Abmahnungen einen Kopf um ein Impressum bei Facebook machen müssen – nein – auch die “schnuckeligen” und überaus wichtigen  Plugins auf der Firmenwebsite sind tabu. Ein Kunde könnte ja ausspioniert werden, wenn er Facebooker ist.

Was heißt das nun wieder für die Webmaster der Firmenseite? Arbeit! Denn das Original-Plugin ist gegen eine “datenschutzkonforme” Lösung auszutauschen, die natürlich mal wieder irgendwo in den Tiefen des Netzes zu bekommen ist – aber natürlich nicht bei Facebook.

Der gemeine Netzsurfer wird bevormundet, um seine Daten zu schützen – aber der Kleinunternehmer, der sich gerade so eine Mini-Website leisten kann, muß Heerscharen von Anwälten und Webmastern beschäftigen, damit die AGB  (Stichworte Gerichtsstand und Erfüllungsort), das  Widerrufsrecht, die Batterieverordnung, die Verpackungsverordnung, die Kackengehverordnung und natürlich die Datenschutzerklärung dem Buchstaben des Gesetztes entsprechen. Und da Facebook nicht einmal die Möglichkeit eines Impressums bietet, benötigt man einen Server mit SSL-Zertifikat oder/und Ahnung – oder eben Geld für EiTiCo ;-)

Worauf ich hinaus will: Der kleine Blumenladen-Inhaber und die Nagelstudio-Tante sind in der Pflicht – deren Eigeninitiative ist gefragt. Genau wie Allwissenheit und ihr Geld. Oder man riskiert teure Abmahnungen. Doch auch dann ist wieder Geld gefragt…

Man benötigt also sowas wie ein Dummy-Plugin. Es ist da; man kann es sehen - aber es ist nicht aktiv. Man kann es aber bei Bedarf aktivieren, wenn man den Drang verspürt, die betreffende Seite zu “teilen”.

Die Krux dabei ist, daß man im Code rumfriemeln muß. Runterladen kann man sich eine sogenannte 2-Klick-Lösung hier; Informationen dazu  gibt es dazu hier. Aber selbst diese ist mittlerweile umstritten, wie man auf dieser Seite im Abschnitt ‘Schützt mich die “2-Klick-Lösung”?’ oder auch hier lesen kann. Das ganze Thema ist zwar eigentlich schon etwas älter; allerdings hat es an Aktualität nichts eingebüßt, da wir alle nach wie vor davon betroffen sind und auch noch lange keine passable Lösung in Sicht ist!

Tja, man steht jedenfalls ziemlich im Regen. Letztendlich liegt es doch am Surfer, ob er sich bei Facebook anmeldet oder nicht. Aber der wird “geschützt” und bevormundet. Vielleicht möchte er ja gerade genau diese eben geposteten Daten an irgendwelche Server in den USA übertragen? Der User wird überall gewarnt, überall kann er es lesen - aber die Datenschützer beschließen, daß er das nicht müsse, weil er dazu zu blöd sei. Aber wir müssen alles lesen und alles wissen; wir Seitenbetreiber haben es auszubaden. Warum nicht Facebook? Damals wäre es anders gewesen: Die Reichs-Internetbehörde (*lol*) hätte Facebook in Deutschland einfach den Saft abgedreht und die “Sende”-Lizenz entzogen, fertig. Aber das wäre ja wieder diktatorische  Bevormundung… Logisch? Logisch! 

Jedenfalls sind wir bei EiTiCo lernfähig und haben auf die 2-Klick-Lösung umgestellt. Das Original hat uns aber nicht zugesagt (etwas unkomfortable Designanpassung, viel zu viel Code, zu großer Platzbedarf); wir haben daher selbst eine entsprechende Lösung geschrieben (läuft mit einem kleinen Schönheitsfehler beim FB-Button als Beta im Blog). Dabei sind wir auf etliche interessante Sachen gestoßen:

if($("div#accordion").length){
      $.getScript("/js/plugins/jquery.accordion.js");
}

Es scheint jedenfalls so, als wenn der Testlauf funktioniert. Noch 1-2 kleine Bugfixes – dann darf das auch auf EiTiCo.de runtergeladen werden… Wir halten Euch auf dem Laufenden. Happy Sharing!

Schwarze Schafe: Black Hat Webmasters


Ich bin wieder einmal erstaunt, um nicht zu sagen entsetzt, was man so alles findet. Black Hat SEO sollte allen ein Begriff sein. Aber es gibt noch mehr Schwarzhüte – zwar vielleicht nicht unbedingt im technischen, wohl eher im ökonomischen aber auf jeden Fall im moralischen Sinne.

WordPress ist ja eine feine Sache. Und auch wenn es von der Lizenz gedeckt ist, das Entfernen des “powered by wordpress”-Schriftzuges am Seitenende ist irgendwie unfair und wird überlicherweise auch nicht gemacht.

Soweit die Einleitung – mal bitte im Hinterkopf behalten!

Interessant wird es, wenn man im Netz mal so die regionale Konkurrenz ableuchtet. Dann findet man von der Agentur, die alle möglichen Bereiche (Grafik, Audio, Video, Models) abdecken will, 2 Facebook-Seiten. Null Inhalt und nicht einmal ein Impressum. Ok, da lächelt man müde. Ein (bzw. zwei – links u. rechts…) Blick(e) auf die Schultern: Teufel links, Engel rechts –  und der Teufel flüstert: Abmahnung! Schon wird aus dem Lächeln ein Grinsen…

Aber dann kommt der Engel ins Spiel: Selbst weiß man auch nur durch Zufall von der Impressumspflicht bei Facebook… Vor nicht allzu langer Zeit stand man selbst vor einer leeren FB-Seite… Abmahnungen sind die Pest – selbst will man keine haben. Der Konkurrent will auch nur leben und seine Familie ernähren. Und vor allem: Selbst weiß man auch nicht alles. Also Thema erledigt – ‘Fair Play’ und Ruhe… Leben und leben lassen.

Trotzdem ärgert man sich aber, wenn gerade diese Konkurrenz sämtliche guten Aufträge in der Region abgreift. Allerdings kann man das auch so sehen: Die Kunden kennen eben noch nichts besseres. Also heißt es: “Ranklotzen!”

Die o.g. Agentur macht grafisch bzw. optisch gute Arbeit. Die Seiten sind zwar umständlich programmiert – aber das Erscheinungsbild ist wirklich gut. Der Code ist individuell (also kein WP, Typo usw.) – dafür aber auch nicht valide. Und von der SEO ist auch nicht gerade viel zu sehen… Alles in allem kann man das aber anbieten – wer eine Website braucht, kriegt eine und kann sich damit sehen lassen. Mehr aber auch nicht!

Aber es gibt noch mehr “Konkurrenz”. Die Optik geht zwar noch gerade so (allerdings nur mit ganz viel gutem Willen – und jetzt mal bitte an die Einleitung denken…) und im Footer prangt anstelle der WP-Passage ein wichtig klingendes “designed by XYZ”. Oooooookay – ist nicht verboten…

Wobei das “designed” aber total übertrieben wirkt, wenn man unkomprimierte Hintergrundbilder (> 1MB !!!), 3 RSS-Feed-Buttons (von denen 2 ins Leere zeigen) und ein Kontaktformular findet, bei dem das Textarea gerade mal  9 Zeichen breit und 10 Zeilen hoch ist. Daß 3 nicht vorhandene Buttons auf Facebook, Twitter und RSS-Feed (doppelt hält besser, vierfach erst recht) linken und der einzig irgendwo richtig verlinkte Feed LEER ist, scheint da nur nebensächlich. Aber das beste: Der Websitebetreiber (also der Kunde dieses “Webmasters”) hat ein tolles Impressum nach § 6 TDG. Wie bitte? Benutzt man dafür nicht seit 2007 § 5 TMG? Und vor allem: Es ist keine Rechtsform und kein Geschäftsführer ersichtlich - und ich bin mir zu 90% sicher, daß es sich nicht um ein Einzelunternehmen handelt, bei dem das entfallen würde..   

Qualität ist irgendwie anders. Doch ich bin mir sicher, daß dieser “Webmaster” ein “Schweinegeld” für diese “Leistung” kassiert hat. Die ehemals vordere Plazierung auf der SERP ist weg, dank nicht vorhandener SEO. Und sämtlicher Content wird von einem anderen Server nachgeladen.

Diese Seite ist so abartig organisiert, daß man dem “Webmaster” Berufsverbot erteilen sollte!

Aber gerade wir können ja auch nörgeln – EiTiCo ist noch offline, und Fätt-Boys Online steht immer noch so im Netz, wie ich es vor Urzeiten kreiert habe. Das ist daher auch nicht gerade repräsentativ. Aber die liebe Zeit… Kundenaufträge sind eben wichtiger. Doch wir können mittlerweile wenigstens DAS HIER (mal nach “trisepo” suchen – ca. Platz 10) vorweisen, was bedeutet, daß wir lernfähig sind. Bei einigen anderen bin ich mir da nicht so sicher…

Übrigens: Wer mal wissen will, was GUTE Arbeit kostet:
http://www.webkalkulator.com/kostenrechner.asp

Facebook und der lange Arm des Gesetzes


Auf allen unseren Facebook-Projektseiten wurden die Impressen aktualisiert und die Anzeige (etwas) beschleunigt. Die alte Lösung über die “StaticHTML” genannte Applikation eines Anbieters auf Facebook war (scheinbar aufgrund zu hoher Server-Last) unzumutbar. Weiterhin wurden sämtliche Seiten untereinander per Tab und DropDown-Eintrag verlinkt. So entfällt das lästige Suchen in den „Gefällt mir“-Angaben, wenn man beispielsweise mal von Fätt-Boys zu EiTiCo wechseln möchte…

Als Facebook-Neuling eine schnelle und unkomplizierte Lösung zum Erstellen eines Impressums zu finden, ist relativ schwierig. Wenn man nun keine Lust auf Mega-Ladezeiten hat und als Admin nicht immer nur den Bearbeitungsmodus sehen möchte, wenn man selbst mal die Seite ansehen möchte oder auch einfach nur keine Lust hat, seine Daten für irgendwelche Applikationen von Fremd-Anbietern freizugeben, benötigt man ein SSL-Zertifikat. Ob die Richter vom LG Aschaffenburg, die mit Urteil vom 19.08.2011 (Az: 2 HK O 54/11) entschieden haben, daß der Schriftzug “Info” bei Facebook NICHT ausreicht (und man demzufolge wahrscheinlich auch demnächst wegen eines fehlenden bzw. fehlerhaften Impressums abgemahnt werden kann), überhaupt wissen, was das ist?

Wir möchten wirlich mal sehen, wie ein deutscher Richter ein Impressum für eine Facebook-Seite anlegt. Wir glauben, wir würden uns totlachen!

Prinzipiell ist der Gedanke, den “Verursacher” einer Website schnell ausmachen zu können, schon in Ordnung. Allerdings stimmt es uns traurig, daß man den ehemals als Volk der Dichter und Denker bezeichneten Menschen in diesem einst so schönen Land hier nicht einmal mehr zutraut, unter “Info” auf die “Homepage” und dann dort auf das “Impressum” zu klicken…

Was erwartet denn der Durchschnitts-Deutsche bei einem Klick auf “Info”? Den neuesten Brustumfang von Pam Anderson nach dem letzten Silikon-Update? Einen Gutscheincode für ein 1-Probeexemplar-BILD-Schnupperabo? Jamba-Klingeltöne? Highlights aus dem Arbeitslosen-TV? Neueste Trend-Locations zum Chillen und Abhängen? Battle-Rhymes auf Kiez-Deutsch?

Scheinbar ja. Insofern: Liebe Richter, wenn dem wirklich so ist, könnt Ihr Euch das auch sparen. Deutsche Ghetto-Kids wissen dann sowieo nicht, was “Impressum” bedeutet… Und postalische Adressen sind dann erst recht überflüssig – Briefe schreibt eh niemand mehr.