Hochstapler…


… würde man mit Englisch-Grundkenntnissen vielleicht wörtlich mit “Highstacker” übersetzen – was natürlich auf der Insel, hinterm großen Teich oder sonstwo in der “engländisch” faselnden und kritzelnden Welt keine Socke verstehen würde… (Das Wörtchen “Impostor” träfe es eher…) Aber egal – “Stapel” (bzw. “Stack”) und “Socke” behalten wir mal im Hinterkopf…

Laut Wikipedia ist ein Hochstapler “… eine Person, die mehr scheinen will, als sie ist…” – so so! Doch da möchte ich fast Einspruch anmelden – ohne dabei hochzustapeln! Diese Definition erstreckt sich nämlich scheinbar nicht nur auf Personen – nein, sie trifft wohl auch auf den einen oder anderen Browser zu!

Ein Browser, der nicht “browst” oder vergißt, wie richtig “gebrowst” wird und was er dabei zu tun und zu lassen hat, ist doch wohl kein richtiger Browser, oder? Was soll man davon halten, wenn von jetzt auf eben der IE nicht mehr funzt und nur noch weiße bzw. gar keine Seiten mehr liefert???

Doch wer jetzt denkt, schlimmer ginge es nimmer, dem sei gesagt: Schlimmer geht immer! FF, Chrome und Opera versagen nämlich auf einmal auch den Dienst und wollen partout keine Seiten mehr über das Protokoll HTTP öffnen – selbst wenn man sich als davorsitzender DAU auf den Kopf stellt!

Doch IP, Netmask, Gateway und DNS sind unverändert, LAN ist aktiv, die NIC-LEDs leuchten; es gibt keine PPPoE-Fehler im Router zu entdecken, die hosts-Datei ist unverändert, Ping funzt – auf IPs und Domains (DNS ok)…

Häh?
Wat dat denn?
Grübeln und Kopfkratzen helfen nicht…
Hm!

Und dann die zufällige Beobachtung: HTTPS funktioniert! Google, Gesichtsbuch, 3SEPO usw. sind so durchaus erreichbar!

Nun schlägts Dreizehn! Daß Google über das sichere Hypertext-Übertragungsprotokoll erreichbar ist, ist aber schon mal gut. In solchen Situationen ist die ach so böse Datenkrake ja wohl Gold wert. Gesagt, getan – bzw. getippt, gesucht, gefunden: “Freund Google” spuckt tatsächlich Lösungen aus…

Bei Windows XP (ab SP2, wenn ich mich recht erinnere) soll das Tool Winsockfix Abhilfe schaffen.

Bei Windows 7 kommt man mit folgenden Kommandos (zum Reset der Winsock-Einträge und des TCP/IP-Stacks) und einem anschließenden Neustart des Systems ans Ziel:

netsh winsock reset catalog
netsh int ip reset reset.log hit

Beim vorliegenden Windows Vista funktionierte HTTP sogar bereits nach der Eingabe des ersten Befehls (ohne Neustart). Eine andere Seite weiß zusätzlich zu den bisher “ergoogelten” Informationen folgendes zu berichten:

Bei Windows (…???…) hilft folgendes:

netsh int ip reset c:\resetlog.txt
Neustart

Bei Windows XP SP2 und höher funktioniert folgende Anleitung:

Start von regedit
Öffnen: HKEY_LOCAL_MACHINE/System/CurrentControlSet/Services
Klick auf "Winsock" » Löschen!
Klick auf "Winsocks" » Löschen!
Registry schließen.
Computer-Neustart.
Aufrufen: Eigenschaften von LAN-Verbindung
Klick auf "Installieren"
Auswählen: "Protokoll"
Klick auf "Datenträger" ("Have Disk","Diskette" o.ä)
Pfad suchen/eingeben: C:\windows\inf\nettcpip.inf
Auswählen: "INTERNET PROTOKOLL TCP/IP"
Schließen.
Computer-Neustart.

Bei Windows 95 (mit Winsock 2), Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000 und Windows XP hilft das Tool LSP-Fix beim Lösen des Problems.

Schuld an der Misere können Netzwerkdienste sein (LSPs = Layered Service Provider – gestapelte Dienstanbieter), die sich z.B. bei der Installation von Filesharing-Tools einklinken. Auch Überreste nicht sauber deinstallierter Programme können die Stapel “umschmeißen”.

Ist ein LSP erst einmal im Windows-Netzwerk integriert, können Dritte jegliche Art von gesendeten oder empfangenen Daten ausnutzen – das stellt ja wohl ein massives Sicherheitsrisiko dar!

Ok – ich gebe zu: Die Browser waren unschuldig und sind hiermit rehabilitiert. Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil… ;-)

Anmerkungen:

Die Erscheinung “HTTP nok – HTTPS ok” kann auch andersrum als ”HTTP ok – HTTPS nok” auftreten. (Möglicher Fehler: Falsches Systemdatum – evtl. wegen einer leeren BIOS- bzw. CMOS-Batterie CR2032 ?)

Wenn Winsock-Einträge oder TCP/IP-Stapel verbogen sind, sollte man unbedingt das System gründlich auf Schwachstellen und Malware prüfen! Denn Malware kann bekanntlich vielfältig sein – nicht, daß ein Cyberkrimineller loszieht und als “Hochstapler” in Ihrem Namen eBay leerkauft oder/und Ihr PayPal-Konto abräumt… – dann kann man sich nämlich die Kugel geben und sich gleich mit auf den nächstbesten Misthaufen stapeln… :-)

Sündige Klänge


Normalerweise… Ja, normalerweise bucht man einen Aufenthalt in einem Hotel, um sich zu entspannen (Urlaub) oder um zu “wohnen” (bzw. um bei einer Reise in die Fremde aufgrund eines Ereignisses X, Y oder Z nicht auf der Parkbank oder unter einem Baum schlafen zu müssen… :-) ) So ist das nun mal bei Hotels – wenn man mal von Seminaren und Tagungen einiger Unternehmen absieht…

Manche Leute (wie z.B. die Fätt-Boys *lol*) besuchen allerdings Locations wie das Schloß Schlemmin (das zweifelsohne eins der schönsten Vorpommerns ist) zu dem Zweck, um dort zu “ARBEITEN“… (Pfui; wie ordinär…. ;-) )

Und so war vor kurzem auch das Team von Sündenklang vor Ort, um seiner Arbeit nachzukommen: Immerhin sollte bzw. mußte das Musikvideo zum Titel
DIE SEHNSUCHT TANZT” abgedreht werden…

Natürlich hat das erwartungsgemäß dank des professionellen Engagements aller Beteiligten gut geklappt… Und DAS ist dabei herausgekommen:

VÖ-Termin für das Debüt-Album “TRÄNENREICH” ist übrigens der 24.01.2014. Es sind 10 Tracks enthalten.

Silvester – ein Resümee


Tja, nun ist das Jahr ein paar Tage alt – und wir erholen uns langsam wieder von den “Strapazen der letzten Tage”: Braten braten und Braten essen, kiloweise Süßigkeiten verschlingen, Geschenke kaufen und einpacken, andere Geschenke auspacken und darüber freuen, Weihnachtsmusik en gros genießen bzw. ertragen, keine Angst vorm Weihnachtsmann zeigen und die Schweißperlen auf der Stirn unterdrücken, wenn er mit der Rute wedelt; dann die Knallerei vor/zu/nach Silvester… Eindeutig: Das war Streß pur! ;-)

Etwas einfacher waren da schon Planung und Durchführung der Silvesterveranstaltungen. Erstens trafen wir dabei durchweg auf nette Menschen; und zweitens verstanden auch alle etwas von ihrem Job. (Da haben wir auch schon ganz andere Sachen erlebt…)

Beim Aufbau in Trinwillershagen mußten wir zwar etwas improvisieren, weil der erstellte Plan nicht so ganz maßstabsgetreu war – aber DJ Mikk und meine Wenigkeit, DJ Napalm, haben sich dünn gemacht, so daß das TanzOrchester Ostsee-Sound auch noch ein bißchen Platz hatte, nachdem die bereits bestückte Lichttraverse 2 cm nach hinten geschoben wurde (gefühltes Gewicht: ca. 75 Tonnen *lol*), das Endstufenrack um 90° gedreht wurde und die Truppe von Orchesterleiter Bernd Hochgräber etwas zusammengerückt ist. Über das mehrmalige Verschieben und Einpassen der Bühnenteile reden wir an dieser Stelle natürlich nicht. Letzlich ist und bleibt es so: Das Fätt-Boys-Team macht seinem Namen eben alle Ehre und ist einfach raumfüllend, was bei anderen durchaus klaustrophobische Zustände hervorrufen kann… ;-)

Aber mal ganz ehrlich: Improvisation ist doch alles; gerade diese macht riesigen Spaß in dem Job und macht ihn doch auch erst so richtig interessant; nach Schema F vom Papier abgucken kann schließlich so ziemlich – auch dabei gibt es leider Ausnahmen – jeder!

Improvisation – was ist das eigentlich? Sei es, daß der Plan nicht ganz stimmt, daß ein Kabel fehlt oder der Gastronom trotz vorheriger Absprache und Besichtigung der Location bei der Aufstellung der Tische nicht bedacht hat, daß niemand einen Baßschacht im Kreuz haben möchte; oder sei es eben, daß man während der Mugge schnell auf einen genialen Musikwunsch reagiert und den vorgeschlagenen Titel noch irgendwie reinmixt… Oder – wenn man gerade eine Runde im sogenannten “Classic Style” fährt – daß man spontan aus dem Stehgreif 5 Sekunden vor Titelende eine thematisch passende Überleitungsmoderation kreiert… Irgendwie macht man automatisch irgendwas, damit alles wie gewünscht funktioniert. Man muß eben einfach – und dann kann man auch! Arme verschränken und bockig “Nö… Püh!” sagen funktioniert in dem Job einfach nicht. Andere können sich so was vielleicht erlauben – Mugger (ob nun live oder Konserve) definitiv nicht!!!

Wie gesagt: Improvisation macht den Job erst richtig interessant. Denn wenn alles professionell durchorganisiert ist, ist das zwar ganz praktisch – aber der Spaß bleibt dabei etwas auf der Strecke. Zumindest ist das unsere Meinung.

Eins muß man ja mal lobend erwähnen: Olaf Micheel, Gastgeber der Silvesterparty und obendrein Hausherr des Kulturhauses bzw. der Gaststätte, Pension & Kegelbahn “Zu den Linden” ist in bezug auf Veranstaltungen ein alter Hase. Da ist von vornherein klar, wo eine Box stehen darf/kann und wo nicht. (Obenstehendes war also nur eine allgemeine Betrachtung – bis auf die Bühnenplatz-Aufteilung nach Plan hat in Trinwillershagen alles bestens funktioniert…)

Genau so professionell verhielt sich auch Olafs Team. Die gastronomische Betreuung ließ sowohl im Schloss Schlemmin als auch im Kulturhaus Trin NICHTS zu wünschen übrig – zumindest, so weit wir das beurteilen können. Bernd alias DJ Merkur war ja von uns als fätter Beobachter und Krachmacher ins Schloß eingeschleust worden…

Dort stand das Buffet übrigens unter dem Motto NEON (bei Gelegenheit posten wir mal 1-2 Bilder)… Jedenfalls hat in Schlemmin alles geklappt; es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert. DJ Merkur hat einen Bombenjob gemacht; das Publikum war tanzfreudig – ja, man könnte fast sagen tanzwütig – und das Serviceteam des Schlosses hat den Rest erledigt… An dieser Stelle vielen Dank!

Und auch in Trinwillershagen hat alles bestens funktioniert; auch dort wurde ausgelassen getanzt – sowohl zur Livemusik des Tanzorchesters als auch zu den Kängen aus der Konserve. Die Mitglieder vom TanzOrchester Ostsee-Sound spielten blockweise; wir legten ergänzend dazwischen auf und übernahmen dann gg. 01:00 Uhr ganz. Die Musikauswahl war querbeet; es wurde bis in den Morgen hinein getanzt. Schlager, Charts, 80er, ein paar rockige Klänge – und die Musikwunschabgeber, die auf die “gemütlichen Dicken” (Dicke sind laaaaaaangsaaaaaam… *lol*) vom Fätt-Boys-Team warten konnten, haben so ziemlich alles gehört, was Herz imd Ohren begehrten. Leider kam das Kommando zum Aufhören – wie immer – viel zu früh; daher haben wir nicht alle Musikwünsche erfüllen können. Aber die sind vorgemerkt fürs nächste Mal – versprochen!

Ein Novum gab es dann doch noch… Bislang war es immer so, daß wir mit der größten, schnellsten, besten und ausgereiftesten “Funkuhr ever” antreten konnten – irgendwer war immer dabei, der sich 00:01 Uhr lauthals bei uns beschwerte, daß unsere Uhr falsch gehen würde. Wahrscheinlich hatte dieser “Jemand” niemanden zum Anstoßen, fühlte sich allein oder war sonst irgendwie unglücklich… Aber dieses Mal haben wir den Spieß umgedreht – wir haben das Publikum in Trin verwirrt. Eine Minute und 10 Sekunden VOR Zwölf fingen wir an runterzuzählen… Und wir wußten: Gleich kommt Protest !!! Aber Pustekuchen… ;-)

Man hat uns vertraut. Man hat uns geglaubt… (Endlich mal…*lol*) Man könnte fast sagen, man hat uns nach langer Zeit endlich mal wieder ernstgenommen… ;-) Da tat es uns im Nachhinein ja schon fast leid und in der Seele weh, um 23:58:55 Uhr mit den Worten “Stop, stop, stop – Prooooobe…” den Countdown abzubrechen. Doch wie heißt es so schön? Wie man es macht, macht man es falsch…

Jedenfalls wissen wir eins: Auf das Triner Publikum (und die Zugereisten, Gäste usw.) können wir zählen. Und nächstes Mal jagen wir Euch nicht ins Bockshorn – versprochen!

Falls wir noch mal zusammen mit dem TanzOrchester Ostsee-Sound einen Gig bestreiten, werden wir anregen, die Blöcke bei beiden Parteien etwas kürzer zu halten. Unterm Strich ändert das ja nichts – allerdings hat man dadurch automatisch etwas mehr Abwechslung. Entsprechende Erfahrungen durften wir ja damals mit der MEDIUM FORMATION und letztens gerade wieder mit MEDIUM 2 sammeln – und dadurch sind wir zu der Erkenntnis gelangt, daß kürzere Runden noch mehr Spaß machen. Schauen wir mal, was Bernd Hochgräbers Mannen dazu sagen…

Jedenfalls haben wir Mitglieder des Fätt-Boys-Teams an beiden Standorten tolle Partys erlebt. Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die dafür gesorgt haben.

Unser Dank richtet sich an die Gastgeber Sandra und Olaf Micheel, die Service-Teams bzw. die Belegschaften des Park- und Schlosshotels Schlemmin und des Trinwillershäger (oder Trinwillershagener – ich werde es wohl niemals begreifen…) Kulturhauses und natürlich an alles partyfreudigen Gäste beider Häuser.

Für die professionelle Zusammenarbeit geht ein Riesen-Dankeschon an: