Technik, die NICHT begeistert…


Hah! Fehleranalysen und -ausmerzung sind doch immer wieder was Feines… Kann ich doch so das Vorhandensein meines ohnehin unübersehbar existenten Sitzfleisches noch einmal so richtig unter Beweis stellen… Mein Vorzug – und leider gleichzeitig auch (zumindest in bezug auf Zeitmanagement und Einkommensgenerierung) größter Fehler: Ich gebe einfach nicht auf! Ich bin also scheinbar sogar zum Aufgeben zu faul! ;-)

Oder ich bin einfach zu deutsch…
Denn Deutsche geben ja bekanntlich niemals auf…;-)

(geklaut bei Facebook)

Jedenfalls habe ich hier in meiner vollends computerisierten deutschen “Rrrrrrrrrrreichskanzlei” einen Rechner, der das Siegel “Sorgenkind” trägt. Er liegt irgendwie im Sterben. Er scheint ein defektes Motherboard zu haben – oder eine defekte CPU… RAM ist angeblich sauber… Vielleicht hätte ja ein beizeiten verliehenes Mutterkreuz den Willen des Mutterbretts, bis zum Endsieg durchzuhalten, stärken können – wer weiß… Derzeit sieht es jedenfalls eher nach bedingungsloser Kapitulation aus.

Jedenfalls ist die board-eigene Ethernet-Schnittstelle so richtig putt. Blinkt zwar manchmal noch wie wild, liefert aber nur noch Datenmüll. Also abgeschaltet – und ‘ne Notfall- Standard-NIC mit ‘nem Realtek 8029/8039 ( oder irgendwas dazwischen ;-) ) reingezimmert. Die Karte war bis zum Ausbau aus einem anderen Rechner definitiv ok und ist seit hundert Jahren im Fall defekter Board-Schnittstellen bei mir im Einsatz.

Witzig dabei: Ist dieser Rechner im Netz, streicht die FRITZ!Box 7170 nach spätestens 24 Stunden die Segel. Die Kiste bombardiert die Fritte scheinbar dermaßen mit Datenmüll, daß sie nach gewisser Zeit einfach keinen Bock mehr hat… Ich gebe zu: Vorm Einsatz von Ethereal bzw. Wireshark habe ich irgendwie Angst. Ich glaube, für die Anzeige des Live-Mitschnitts wäre mein 86-Zoll-Monitor zu klein !!! ;-)

Die NIC ist aber definitiv nach wie vor ok! Mittels Einbau in eine andere Kiste läßt sich das Verhalten der Fritte NICHT reproduzieren! Der einzige Weg, den sterbenden Rechner “sauber” ins Netz zu stellen, ist per WLAN (Belkin-Stick). Der Port der Fritte ist es auch nicht. Kabel ebenfalls nicht. Selbst dLAN/PLC/PowerLAN/PowerLine bringt keine Abhilfe…

Denn: Sofern irgendeine RJ45-Buchse des PCs involviert ist, tummelt sich hier nur noch Dreck in der Leitung – und die Fritte reagiert irgendwann mit abgehackter Sprache beim Telefonieren oder mit einer nicht mehr vorhandenen Telefon- oder Internet-Anbindung – obwohl alle nötigen Lämpchen leuchten, so daß ich mir die nächsten 283 Jahre das Solarium sparen könnte.

Mit einem Reboot der Fritte ist dann in 99,999 % der Fälle alles erledigt. Und ja, ich weiß – bei solchem Verhalten braucht man ja die olle Kiste gar nicht mehr anzuschmeißen… Doch! Da darauf ein paar Yota- oder gar Zetabyte unverzichtbare Daten, die ebenso große Pornosammlung ;-)   und ein paar Testserver und VMs existieren, die ich bis heute nicht geschafft habe, irgendwo anders hinzukopieren… Irgendwie mag ich diesen antiken Tastendruck-Empfänger auch nicht in die Presse geben, da ich dafür noch 4 Boards, 8 CPUs und 2 Lüfter habe… – nennt mich sentimental! Außer dem Netzteil ist nichts mehr in der Kiste so, wie’s mal war – ALLES andere – inkl. Gehäuse -  wurde schon mal nach früheren Scheintoden durch baugleiche Teile ersetzt… Ist also fast ein Familienmitglied! ;-) Und: Die Kiste ist wegen der Server eigentlich täglich im Einsatz – für größere Umbauaktionen fehlte mir bislang die Zeit… Und so ein Dreiviertelstündchen sollte man ja für einen Boardwechsel schon einplanen, vorausgesetzt, danach läuft alles gleich wieder…

Worauf will ich hinaus? Kurz und knapp: Router kacken eben hin und wieder einfach mal ab. Und dann ist gewohnheitsgemäß alles tot. ALLES im Netz !!! That’s life!

Doch nun kommt’s: Letztens traf ich in freier Wildbahn auf einen Telekom Speedport W 723V, an dem ein Canon PIXMA MG5600 “angebunden” (Wortwitz :-) :  Wireless – mit WLAN-Kabel und so – alles klar ???)  war. Laptop, ebenfalls per WLAN verbunden, hatte Internetz. Das Apfel-&-’n-Ei-Phone meiner Bekannten per WLAN ebenfalls. Sogar ich konnte mit meiner para- äh…. androiden Samsung-Gurke internetten. Kommunikation (Ping vom Läppi aus) untereinander scheinbar ok. Kommunikation zum Drucker (Ping) nok – bis auf sporadische Ausnahmen. Ducker neugestartet. Neu eingerichtet. WLAN-Zugangsdaten 43 mal überprüft. Zwischenzeitlich sogar mal irgendeine Meldung (Drucker ein- oder ausgeschaltet, Tintenstand o.ä.) bekommen… Natürlich nicht reproduzierbar…

Was soll man davon halten? Ich war wirklich zu 99% der Meinung, der Drucker hätte auf einmal eine Macke. Alles andere funzte ja tadellos !!!


Hätte ich aber als allerallerallererste Maßnahme einfach mal den dämlichen Router neugestartet, hätte ich mir 2 Stunden Tests und Friemelei sparen können… Aber kommt man auf sowas, wenn NUR der Drucker spinnt? Jedenfalls was ein simpler Router-Reboot die Lösung des “Problems”. Seitdem druckt der Drucker wieder wie wild und verrückt…

Es geht also gar nicht ums Nichtaufgeben. Es geht scheinbar viel eher um Phantasie!

Beim nächsten scheinbar kaputten Gerät starte ich zuerst einmal die Kaffeemaschine neu. Vielleicht liegt es ja auch nur daran… ;-)  ;-)  ;-)
Scheinbar war ich ja nur unterkoffeiniert…
Oder unterhopft ???

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