Disput um DISPUTE?


Als Kenner der deutschen Bürokraten-Szene stellt sich mir die Frage, was eigentlich passiert, wenn folgendes Szenario eintritt:

- Partei A registriert eine Domain auf Partei A
- Partei B sieht sich dadurch in ihren Rechten verletzt – und beantragt einen DISPUTE-Eintrag beim DENIC
- die Domain wird folglich für vorerst ein Jahr (vorbehaltlich einer rechtzeitigen Beantragung  einer Verlängerung durch den Antragsteller) für eine Übertragung  (auf Dritte)  gesperrt
- Partei A und Partei B einigen sich
- der Auth-Code wird übermittelt bzw. der KK-Antrag wird initiiert

So – und nun die Fallstricke: Wenn der Grund für den DISPUTE-Eintrag wegfällt, muß man das DENIC informieren. Danach kann die Domain wieder übertragen werden…

- Ein Grund kann sein, daß Partei B feststellt, daß der Anspruch unbegründet ist.
- Ein Grund kann aber ebenso eine  Einigung oder eine Entscheidung zugunsten von Partei B sein…

Wer bis 3 zählen kann, denkt, daß Partei B nicht zu den “Dritten” zählt. Wer deutsche Bürokraten kennt, hofft dies nur noch…

Leider schweigt sich das DENIC in den FAQs darüber aus, was passiert, wenn der DISPUTE-Eintrags-Antragsteller  die Domain auf SICH  übertragen möchte und auch endlich kann bzw. darf. Und: Wie verfährt man richtig? DISPUTE-Eintrag kündigen und dann den Auth-Code eingeben? Oder andersherum? Wird abgeglichen (Antragsteller / neuer Domaininhaber) oder nicht? Ist, wenn ja, trotzdem noch eine Kündigung der beantragten Übertragungs-Sperre (nichts anderes ist der DISPUTE-Eintrag) notwendig?

Wir werden es sehen. Update folgt!

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